Cellmania

RIM kauft Anbieter von App-Store-Software

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Um das Geschäft mit Anwendungen für den Blackberry anzukurbeln, hat der kanadische Hersteller Research in Motion (RIM) nun für einen unbekannten Betrag die Softwarefirma Cellmania übernommen.

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View entwickelt Backend-Infrastruktur mit deren Hilfe Handy-Hersteller und Mobilfunkunternehmen eigene App-Stores betreiben können. Die Plattform von Cellmania unterstützt unter anderem Digitales Rechte-Management (DRM) und die Integration in das Bezahlsystem von Carriern. Kunden von Cellmania sind Mobilfunkanbieter wie Sprint, AT&T, Orange, Virgin Mobile USA und Telstra.

Erst vor kurzem hat RIM bereits seine überarbeitete Version der App World vorgestellt. Diese wartet mit neuen Features wie zusätzlichen Bezahlmöglichkeiten neben Paypal, einer verbesserten Suche und der Blackberry ID als Nutzer-Identifikationssystem auf. Diese ermöglicht dem Anwender einen geräteunabhängigen Benutzernamen und die Übertragung seiner früher gekauften Apps auf ein neues Blackberry. Außerdem können Entwickler ihre Anwendungen nun bereits ab 99 US-Cent anbieten, zuvor lag der Mindestpreis bei 2,99 Dollar.

Angesichts der Bedeutung, den das Geschäft mit kleinen Programmen inzwischen gewonnen hat, muss sich RIM sputen, um nicht endgültig den Anschluss zur Konkurrenz zu verlieren. So tummeln sich in der Blackberry App World lediglich rund 9.500 Apps. Der iTunes App Store von Apple bringt es im Vergleich auf 225.000 und der Android-Shop von Google auf über 65.000 Apps. Wie Microsoft nun bekannt gab, wurden die Vorab-Entwickler-Tools für das neue Mobile-Betriebssystem Windows Phone 7 immerhin 300.000 Mal heruntergeladen. Damit stehen die Chance gut, dass auch der Marketplace for Mobile beim Start der Windows Phones gut gefüllt ist.