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Rich Clients für das Web haben Konjunktur

29.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die immer wieder beschworenen Defizite des Web-Browsers führen zu laufend neuen Ansätzen, den Bedienkomfort von Desktop-Anwendungen mit den Vorteilen des Web-Modells zu verschmelzen. Dazu zählen Microsofts Konzepte für den "Smart Client" ebenso wie IBMs "Workplace Client" oder Macromedias "Flex".

Auch kleinere Hersteller bieten Alternativen zu HTML und Javascript an. Nexaweb Technologies kündigte die Version 3.3 ihrer gleichnamigen Produktreihe an. Es handelt sich dabei um eine Client-Server-Kombination in Java. Das Frontend erhält die Informationen über den Aufbau der Benutzerschnittstelle als XML. Die Software unterstützt dabei den offenen Standard Scalable Vector Graphics (SVG) und die von Mozilla entwickelte User Interface Language (XUL). Im Vergleich zu reinen HTML-Seiten bietet Nexaweb zusätzliche Bildschirmelemente ("Controls") und beherrscht auch Drag and Drop. Die neue Version wartet mit Offline-Fähigkeiten auf, so dass Anwendungen zum Teil auch ohne Server-Zugriff genutzt werden können. Die Entwicklung derartiger Applikationen erfolgt in Eclipse, für das die Firma entsprechende Erweiterungen in Form von Plugins anbietet. Eine ausführliche Beschreibung von Nexaweb sowie ein Vergleich mit einer ähnlichen Software von ICEsoft findet sich auf der CW-Schwesterpublikation Infoworld.

Erst kürzlich entstand mit der Freigabe von Lazlo als Open Source eine interessante freie Alternative. Auch diese Lösung setzt im Backend einen in Java geschriebenen Presentation Server ein. Die Entwicklung erfolgt dort in der "Laszlo XML-based Language" (LZX), die der Server jedoch in Macromedias Flash-Format übersetzt und in dieser Form zum Client schickt. Die IBM bietet auf Alphaworks seit letzter Woche eine Erweiterung für Eclipse an, mit der sich LZX-Anwendungen programmieren lassen. (ws)