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Ricardo.de gesteht Pannenserie ein

14.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Hamburger Internet-Auktionshaus Ricardo.de AG hat erstmals öffentlich diverse Probleme eingestanden, die seit einiger Zeit durch die Presse geistern. Anlass ist die Strafanzeige eines Kunden, der erhebliche Verzögerungen bei der Auslieferung von ersteigerten Produkten nicht länger hinnehmen wollte.

Das Unternehmen "bedauert außerordentlich", dass es in den vergangenen Wochen nicht den gewohnten Service habe bieten können. Schuld daran seien der "extreme Umfang" des Weihnachtsgeschäfts sowie die Umstellung auf einen neuen Logistik-Partner, heißt es in der Stellungnahme. Die dadurch entstandenen strukturellen Probleme sind inzwischen angeblich zwar behoben, es sollen aber noch zwei bis drei Wochen ins Land gehen, bis auch der entstandene Auftragsrückstau beseitigt ist.

"Ich möchte mich bei allen Kunden für eventuelle Unannehmlichkeiten entschuldigen", windet sich Vorstandsvorsitzender Christoph Linkwitz. "Wir arbeiten Tag und Nacht daran, unseren Service wieder auf das normale Niveau zu bringen und garantieren, dass alle Produkte geliefert werden oder - ersatzweise - das Geld erstattet wird."