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RFID-Spezialist Alien strebt Börsengang an

18.04.2006
Das kalifornische Unternehmen will 120 Millionen Dollar an Land ziehen.

Ein Initial Public Offering (IPO) plant die Alien Technology Corp. aus Morgan Hill, Kalifornien. Der Hersteller von passiven Funkchips, Lesegeräten und Antennen für die Radio Frequency Identification (RFID) hat sich kürzlich mit einem Registrierungsersuchen an die Security and Exchange Commission (SEC) gewandt. Eigenen Angaben zufolge will das rund 200 Mitarbeiter starke Unternehmen auf diesem Weg einen finanziellen Spielraum in Höhe von120 Millionen Dollar gewinnen.

Wie der Branchen-Informationsdienst "Computerwire" meldet, will Alien mit dem Börsengang unter anderem den Ausbau der Fertigungsanlage in North Dakota finanzieren. Obschon gut aufgestellt im RFID-Markt, habe das Unternehmen im Geschäftsjahr 2005 einen Verlust von 53 Millionen Dollar verschmerzen müssen. Unter den Herstellern von RFID-Chips herrscht derzeit ein Preiskampf, den die Marktbeobachter jedoch als Voraussetzung für einen wirklichen Boom sehen (siehe auch: "RFID-Chips werden immer billiger"). Als privat finanziertes Unternehmen braucht Alien seine Bilanzen derzeit nicht zu veröffentlichen.

Das soll sich nun ändern. Wie viele Anteile die Kalifornier ausgeben und was diese kosten werden ist ebenso wenig spruchreif wie der Zeitpunkt, zu dem das passieren soll. Ein Emissionsprospekt ist über das New Yorker Unternehmen Bear Stearns & Co. zu erhalten, das den Börsengang begleiten wird. (qua)