RFID - die Hoffnung der Branche

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Die Funkfrequenztechnik schwimmt auf dem Kamm der Hype-Welle.

Hier lesen Sie ...

  • was sich hinter dem Kürzel RFID verbirgt;

  • welche Einsatzgebiete die Unternehmen derzeit testen;

  • wer von der Funktechnik profitieren möchte;

  • weshalb nicht jeder Feldversuch Erfolg verheißt.

Hoppla, da waren ein paar Kollegen wohl etwas voreilig: In diesem Jahr wären die CeBIT-Eintrittskarten mit Funkchips ausgerüstet, die am Eingang berührungslos kontrolliert würden, so schrieben zahlreiche Online-Dienste. Die ursprüngliche Agenturmeldung ist leider nicht wahr, jedenfalls dementierte die Deutsche Messe AG heftig; aber sie ist zumindest gut erfunden: Die Funkfrequenzerkennung, englisch "Radio Frequency Identification" oder kurz: RFID, ist eines der heißen Themen auf der diesjährigen CeBIT. Und warum sollte die Messegesellschaft eigentlich nicht einsetzten, was die Veranstalter der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 definitiv planen und sogar ein (noch) zweitklassiger Verein wie der 1. FC Köln bereits praktiziert?

Papier- oder Plastikkarten sind ein ideales Medium für die RFID-Chips: Sie sind flach und

Für den besseren Durchblick - RFID-Chip aus einer Folie.
Für den besseren Durchblick - RFID-Chip aus einer Folie.
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trocken, vor allem aber werden sie von eintrittswilligen Menschen bereitwillig an das Lesegerät gehalten, so dass die Wahrscheinlichkeit von Erfassungsfehlern gegen null tendiert. Die Zentralbibliothek der Stadt Wien darf ebenfalls auf die aktive Mithilfe ihrer Leser hoffen, wenn sie ihnen anbietet, den Ausleihvorgang mit Hilfe der Funktechnik zu beschleunigen. Ähnliches gilt letztlich auch für die Gebäudetechnik des Flughafenbetreibers Fraport, der die Wartung aller in der internationalen Luftdrehscheibe installierten Brandklappen RFID-gestützt überwacht. Das Fraport-Projekt ist - dies sei nur am Rande erwähnt - eines der ersten Beispiele dafür, dass sich mit dieser Technik tatsächlich Geld sparen lässt.