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Reuters setzt verstärkt auf Linux

17.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gemeinsam mit Hewlett-Packard und Red Hat Software wird die Reuters Group Plc. ihre Finanznachrichtensoftware RMDS (Reuters Market Data System) auf Intel-basierte Server unter Linux portieren. Dabei kommen HPs "Proliant"-Server mit Xeon- und Itanium-Prozessoren zum Einsatz. Die drei Anbieter erhoffen sich aus der Zusammenarbeit in den kommenden drei Jahren Hardware- und Serviceeinnahmen von mehr als 200 Millionen Dollar. Den Support wollen HP und Reuters gemeinsam leisten, sobald die Linux-Lösung verfügbar ist.

RDMS wird derzeit vor allem auf Sun/Solaris eingesetzt; Versionen für HP-UX und AIX gibt es ebenfalls. In der Vergangenheit gab es auch schon einmal eine Ausführung für Windows NT; diese ist laut CTO (Chief Technology Officer) Mike Sayers mittlerweile nicht mehr erhältlich. "Wir hatten immer einen Open-Platform Ansatz", kommentiert Sayers. "Aber Solaris war bei Finanzdienstleistern immer besonders stark."

RDMS lässt sich zum einen als Client-Server-Lösung verwenden, um Daten der weltweiten Finanzmärkte an Workstations zu liefern. Es kann aber auch auf einem Server Daten an eine Anwendung pushen, beispielsweise ein Web- oder Unternehmensportal, das die Daten an seine Endnutzer weiterreicht. Kunden können entsprechende Server sowohl hinter ihrer eigenen Firewall oder bei Reuters selbst betreiben. (tc)