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Rettungsversuche bei Alladvantage.com

01.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das finanziell angeschlagene Internet-Unternehmen Alladvantage.com, von einer US-Zeitschrift einst als die "dümmste Dotcom" aller Zeiten betitelt (Computerwoche.de berichtete), hat weitere Maßnahmen ergriffen, um ihren hohen Geldverbrauch ("Burnrate") zu reduzieren. Unter dem Verweis auf "veränderte Marktbedingungen im Internet" wurden nun knapp 100 Angestellte auf die Straße gesetzt. Erst Mitte Juli hatte die Online-Company 60 Mitarbeitern den Job gekündigt.

Ob mit den Entlassungen die Schwierigkeiten von Alladvantage.com behoben werden können, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr mit der Geschäftsidee an den Start gegangen, Mitglieder für das Surfen im Web zu bezahlen, während in einem Bildschirmfenster Werbung eingeblendet wird. Als die Mitgliederzahl in unerwartete Höhen stieg, geriet das Finanzierungsmodell in Gefahr. In einem weiteren Versuch, den finanziellen Kollaps abzuwenden, wurde außerdem das stündliche Surfhonorar heruntergesetzt. Mittlerweile werden die Mitglieder nicht einmal mehr für ihre online verbrachte Zeit bezahlt. Statt dessen erhalten sie die Chance, in einer Lotterie einen Gewinn einzustreichen.