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Restrukturierung färbt Neunmonatsbericht der IBS AG tiefrot

22.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bei der IBS AG haben neben der schwachen Konjunktur vor allem Umstrukturierungsmaßnahmen die Zwischenbilanz für die ersten neun Monate 2002 deutlich belastet. Wertberichtigungen, Restrukturierungskosten und Rückstellungen im Zusammenhang mit der Dekonsolidierung zweier Töchter kosteten das Unternehmen rund 10,6 Millionen Euro. 8,5 Millionen davon fielen laut IBS im dritten Quartal an. Vor Steuern und Zinsen (EBIT) schrieb der Anbieter von Tools für das Qualitäts-Management in den Monaten Januar bis September somit einen Verlust von 20,9 Millionen Euro. Mit 14,3 Millionen Euro wurde ein Großteil davon im dritten Quartal verbucht, berichtet IBS. Die Erlöse der zum Ende September dekonsolidierten Töchter IVT und IWT nicht berücksichtigt, sank der Umsatz im Neunmonatszeitraum im Vergleich zum Vorjahr von 14 auf 11,5 Millionen Euro. Allein im dritten Quartal fielen die Einnahmen

der Kerngruppe von 5,9 Millionen auf 2,9 Millionen Euro.

Das Unternehmen aus der Nähe von Koblenz hofft, mit dem tiefen Einschnitt nun die Basis für den Turnaround gelegt zu haben. So wurden die jährlichen Betriebskosten um rund fünf Millionen Euro reduziert, die Zahl der Belegschaft sank auf 190 Mitarbeiter. IBS ist daher zuversichtlich, im kommenden Jahr profitabel zu werden und rund 20 Millionen Euro Umsatz zu erzielen. (mb)