Remote-Clients im Blick

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Die Fernwartung von PCs bedarf aufwändiger, teurer Tools. Wer sich aber nur einen genauen Überblick über die Windows-Rechner im Netzwerk verschaffen will, kann das auch mit der Gratissoftware "Advanced Remote Info" (ARI) erledigen.

Das Werkzeug befindet sich zwar offiziell noch im Betastatus, läuft aber stabil und versorgt den Administrator mit zahlreichen Systeminformationen. Die Basis von ARI bildet der Open-Source-Netzwerk-Scanner Nmap.

ARI setzt Windows-Betriebssysteme ab Version 2000 voraus, da es sich der "Windows Management Instrumentation" (WMI) bedient. Bei älteren Rechnern muss dieses Feature nachträglich installiert werden. Zudem fordert ARI, dass die Datei- und Druckfreigabe auf dem Ziel-Client aktiviert und nicht durch eine Personal Firewall blockiert ist. Nach Eingabe des Netbios-Namens beziehungsweise der IP-Adresse des Zielrechners kann der Scan gestartet werden. Um detaillierte Informationen zu bekommen, benötigt der ARI-Benutzer auf dem Zielrechner Administratorrechte. Zu den gelieferten Angaben in der groben Übersicht gehören die Betriebssystem-Version mit allen Details, Datum der Installation, BIOS-Version sowie der Prozessortyp.

Wer es genauer wissen möchte, kann über Reiterkarten Informationen zu laufenden Diensten und gestarteten Prozessen abrufen. Auch die darauf installierte Software oder angeschlossene Laufwerke bleiben dem Administrator nicht verborgen. Zusätzlich verfügt das Tool über Möglichkeiten zum zyklischen Monitoring, Wake-on-LAN sowie zum Herunterfahren des Remote-Clients. Trotz der Funktionsfülle bleiben die Bedienung einfach und die Oberfläche übersichtlich.

CW-Fazit

Trotz des frühen Entwicklungsstadiums ist "Advanced Remote Info" bereits umfangreich und gut bedienbar. Vor allem in kleineren Netzen kann es zahlreiche Aufgaben wahrnehmen.