Neue Programme für Online-Shops

Rekordjahr für Intershop

22.02.2012
Nach einem Rekordjahr will der Jenaer Software-Anbieter Intershop bei seinen Kunden mit einer neue Version seiner Programme für den Internet-Handel punkten.
Der Intershop-Tower in Jena
Der Intershop-Tower in Jena
Foto: Intershop

Die Software für Online-Shops werde zur Computermesse CeBIT im März in Hannover vorgestellt, sagte Finanzvorstand Ludwig Lutter am Mittwoch bei der Vorlage der Geschäftszahlen. 2011 hat Intershop seinen Umsatz um 29 Prozent auf 49,2 Millionen Euro verbessert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 17 Prozent auf 2,6 Millionen Euro. Dank einer Steuererstattung verbuchte das börsennotierte Unternehmen unter dem Strich einen Gewinn von drei Millionen Euro. 2012 peilt der Vorstand zehn bis 20 Prozent Wachstum bei Umsatz und Ertrag an.

Wegen der Kosten für die Markteinführung der neuen Software rechnet Lutter im ersten Quartal allerdings mit einem negativen Ergebnis. "Dafür nehmen wir richtig Geld in die Hand", sagte der Finanzvorstand. Die Entwicklung der Software sei in Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen GSI Commerce (Philadelphia) erfolgt. GSI ist eine Tochter von eBay und Großaktionär bei Intershop. Bei der Software-Entwicklung werde inzwischen auch mit einem zweiten Partner kooperiert, sagte Lutter. Es handele sich ebenfalls um einen Technologiekonzern aus den USA. Den Namen wollte er noch nicht nennen. Intershop fährt seit einiger Zeit die Strategie, sein Angebotsspektrum über Kooperationen und Allianzen zu erweitern.

2011 sei die Wachstumsprognose - der Vorstand hatte 20 bis 25 Prozent ausgegeben - übertroffen worden, weil zahlreiche neue Kunden gewonnen werden konnten. Im vierten Quartal wurde nach Unternehmensangaben mit rund 13,6 Millionen Euro der höchste Quartalsumsatz der vergangenen zehn Jahre erwirtschaftet. Nach dem Platzen der Internetblase hatte Intershop magere Jahre zu überstehen. Seit 2008 zeige sich ein kontinuierlicher Aufwärtstrend, erklärte der Vorstand, der auch von einer soliden Vermögenslage des Unternehmens berichtete. Die Eigenkapitalquote betrage 69 Prozent.

"Wir haben 17 Millionen Euro auf der Bank und keine Bankschulden. Unsere Bilanzstruktur strotzt vor Kraft", sagte Lutter. Intershop liefert nicht nur Programme, mit denen andere Unternehmen ihr Internetgeschäft abwickeln können, sondern bietet auch Serviceleistungen bis hin zum Online-Marketing. Die Firma
beschäftigt knapp 500 Mitarbeiter. (dpa/tc)