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Reines Privatleben gibt es nicht mehr

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Beruflicher Kommunikations-Stress auch in der Freizeit: 88 Prozent aller von Bitkom befragten Personen sind auch außerhalb der Arbeitszeit per Handy oder E-Mail ansprechbar. Fast ein Drittel der Berufstätigen ist jederzeit erreichbar.

Die Grenzen zwischen Job und Privatleben verschwimmen anscheinend immer mehr. So sind 88 Prozent der Berufstätigen auch außerhalb ihrer regulären Arbeitszeiten für Kunden, Kollegen oder Vorgesetzte per Internet oder Handy erreichbar. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightechverbandes Bitkom ergeben.

„Mit der steigenden Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs können Nutzer auch bequem außerhalb des Büros berufliche E-Mails lesen und bearbeiten", sagte neue Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Zum Vergleich: Vor zwei Jahren gaben erst 73 der Berufstätigen an, nach Arbeitsschluss erreichbar zu sein. „Eine klare Trennung zwischen Job und Arbeit gibt es für die meisten Berufstätigen nicht mehr", sagte der Kempf. Laut den Ergebnissen der Umfrage sind 29 Prozent der Arbeitnehmer jederzeit für berufliche Zwecke telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Weitere 45 Prozent sind nur zu bestimmten Zeiten außerhalb der Arbeitszeiten erreichbar, zum Beispiel am Abend oder am Wochenende. 15 Prozent geben an, dass sie nur in Ausnahmefällen erreichbar sind.

Frauen sind schlau und schalten ihr Handy zuhause auch einmal ab.
Frauen sind schlau und schalten ihr Handy zuhause auch einmal ab.
Foto: Fotolia, Langer

Unterschiede gibt es vor allem zwischen Männern und Frauen. So sind der Umfrage zufolge 34 Prozent der männlichen Berufstätigen jederzeit erreichbar, gegenüber 24 Prozent der weiblichen.

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