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Regulierer entscheidet für DSL-Anbieter

30.09.2004

Die Deutsche Telekom muss ihren Wettbewerbern für die DSL-Vorleistung, die so genannte Zuführung zum Internet Service Provider (ZISP), ab Oktober weniger in Rechnung stellen. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) entschied, dass der Ex-Monopolist statt 0,63 Euro für 10 Kbit/s nur noch 0,52 Euro kassieren darf. Damit senkte die Reg TP die Preise für die Nutzung des Telekom-Netzes und Durchleitung von Daten um 18 Prozent. Der Bonner Konzern hatte im Vorfeld eine Erhöhung auf 1,55 Euro beantragt, was einem Anstieg um 130 Prozent entsprochen hätte.

Während die Telekom noch überlegt, gegen den für ein Jahr geltenden Beschluss der Reg TP Rechtsmittel einzulegen, haben die Wettbewerber die Entscheidung begrüßt. "Um Deutschland im Breitband-Internet zu einer führenden Nation zu machen, benötigt der Wettbewerb dringend Impulse", sagte Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM). Gemessen an der Penetrationsrate sei Deutschland mit rund sechs Millionen Breitbandanschlüssen allenfalls europäischer Durchschnitt. (pg)