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RegTP setzt Signale für UMTS-Kooperation

08.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Aussichten deutscher TK-Unternehmen auf eine Genehmigung, beim Aufbau der UMTS-Mobilfunknetze künftig zusammenarbeiten zu können, sind offenbar gestiegen. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), von deren Entscheidung eine Kooperation abhängt, hat erstmals die Unterstützung einer begrenzten Zusammenarbeit der Unternehmen signalisiert. Behörden-Chef Matthias Kurth sagte gegenüber der Zeitung "Die Welt", er sehe eine gewisse Verantwortung, UMTS zu einem Erfolg zu verhelfen. Dies gelte auch für "Bestrebungen einiger Netzbetreiber, gemeinsam Antennen und Basisstationen zu nutzen". Kurth betonte, ein Risiko von Klagen durch Firmen, die Kooperationen als Verstoß gegen die UMTS-Lizenzbedingungen interpretieren könnten, sehe er nicht.

Der Regulierer verwies darauf, dass mehrere Firmen schon bei den bestehenden GSM-Netzen gemeinsam passive Elemente wie Antennen und Basistationen verwendeten. Bei UMTS untersuchten die Techniker der Bonner Behörde derzeit, welche Netzteile gemeinsam genutzt werden könnten. Die RegTP werde aber nicht über die geltenden Lizenzbedingungen hinausgehen. "Dass jeder Netzbetreiber seine Unabhängigkeit und die volle Funktionsherrschaft über das Netz behalten muss, ist klar." Nach Ansicht von Kurth wird die Prüfung voraussichtlich Anfang Juni 2001 abgeschlossen sein.