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RegTP lehnt "10-Cent-Tarif" der Telekom ab

28.05.2004

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) hat einer Mitteilung zufolge den von der Deutschen Telekom beantragten "10-Cent"-Optionstarif abgelehnt.

"Der vorliegende Tarifantrag verlässt den akzeptablen Rahmen und beachtet nicht die bewährten und gerichtlich bestätigten Prinzipien und Grundsätze unserer Genehmigungspraxis", erklärte Reg-TP-Präsident Matthias Kurth. Die zuständige Beschlusskammer habe festgestellt, dass die von der Telekom beantragte monatliche Zusatzgebühr von 4,22 Euro und die danach für jede Inlandsverbindung pro angefangener Stunde anfallenden zehn Cent offenkundig nicht ausreichten, die bei durchschnittlicher Nutzung des Angebots entstehenden Kosten zu decken.

Der Tarif enthalte somit unzulässige Abschläge, durch die die Wettbewerbsmöglichkeiten anderer Unternehmen unzumutbar beeinträchtigt würden.

Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), in dem sich Konkurrenten der Telekom zusammengeschlossen haben, begrüßte erwartungsgemäß die Entscheidung des Regulierers. Gleichzeitig warnte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner: "Wir rechnen auch in Zukunft noch mit einer ganzen Reihe von solchen werbewirksamen Lockangeboten.Wenn zukünftig nach dem neuen Telekommunikationsgesetz die Vorabkontrolle der Endkundenpreise weitgehend entfallen wird, muss der deutsche Regulierer noch konsequenter als bisher darauf achten, dass ein weitere Ausufern von Bündeltarifen mit Blick auf eine kundenfreundliche Transparenz im Markt möglichst vermieden wird." (tc)