HP-Geschäftsführerin

Regine Stachelhaus wechselt zu Unicef

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Jetzt ist es offiziell: Regine Stachelhaus verlässt Hewlett-Packard (HP) nach 24 Jahren. Sie wird Geschäftsführerin von Unicef Deutschland.

Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat bestätigt, dass Regine Stachelhaus neue Geschäftsführerin in Deutschland wird. Die HP-Managerin tritt ihre Aufgabe am 1. Januar 2009 an. Mit der heutigen Entscheidung sei der personelle Neuanfang in der Leitung abgeschlossen worden, so Unicef in einer offiziellen Stellungnahme. "Ich kann mir gerade heute keine wichtigere und faszinierendere Aufgabe vorstellen, Menschen dazu zu bewegen, gemeinsam für die Rechte der Kinder einzutreten“, sagte Stachelhaus bei ihrer Vorstellung in Köln.

Die Juristin Regine Stachelhaus leitete HPs Druckersparte in Deutschland.
Die Juristin Regine Stachelhaus leitete HPs Druckersparte in Deutschland.

Die studierte Juristin war kurze Zeit als Rechtsanwältin in einer Kanzlei tätig, bevor sie 1984 in die deutsche Hewlett-Packard GmbH eintrat. Dort bekleidete sie verschiedene Funktionen in Verwaltung und Vertrieb, unter anderem auch als Leiterin der Stabsabteilung Recht, bevor sie 2001 zur Geschäftsführerin für den Unternehmensbereich IPG (Imaging und Printing Group) der deutschen HP berufen wurde. Neben der Aufgabe, den Druckerbereich von HP zu leiten, machte sie sich auch einen Namen als Industriesprecherin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Frauenförderung und Führungsthemen. Regine Stachelhaus ist verheiratet und hat einen 22-jährigen Sohn. Mit der Aufnahme der Arbeit für Unicef erfülle sie sich einen sehr persönlichen Wunsch, so die offizielle Pressemitteilung.

Stachelhaus übernimmt das Amt von Interimsgeschäftsführer Wolfgang Riotte, der diese Aufgabe seit April 2008 wahrnimmt. Eine Findungskommission aus dem neuen Vorstand von Unicef Deutschland hat mit Unterstützung des Beratungsunternehmens Egon Zehnder International, das diese Suche auf pro-bono-Basis übernommen hat, aus mehreren Hundert potentiellen Kandidaten die neue Geschäftsführerin ausgewählt. Unicef war zuletzt durch einen Spendenskandal in den Schlagzeilen gewesen.