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Regierung lehnt Änderungsvorschläge von Microsoft ab

06.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In ihrem neuen Maßnahmenkatalog hat die US-Regierung die Änderungsvorschläge von Microsoft im laufenden Kartellverfahren bis auf Kleinigkeiten abgelehnt. Damit könnte es noch in dieser Woche, wahrscheinlich am Freitag nach Börsenschluss, zu einem abschließenden Urteil im laufenden Kartellverfahren gegen die Gates-Company kommen.

In der vergangenen Woche hatte Richter Thomas Jackson der Anklage überraschend einen weiteren Aufschub für die Vorlage ihrer endgültigen Maßnahmenkataloge gewährt (CW Infonet berichtete). Das US-Justizministerium und 17 der ursprünglich 19 Bundesstaaten wollten noch einmal auf die von Microsoft vorgeschlagenen Sanktionsänderungen eingehen. Die Redmonder hatten unter anderem vorgeschlagen, im Falle einer Aufteilung bereits nach vier Jahren wieder zusammengehen zu können. Die Anklage, die nach wie vor für eine Zerschlagung des Softwareriesen in zwei einzelne Unternehmen plädiert, blieb jedoch bei einer Frist von zehn Jahren und akzeptierte nur kleine Änderungen an ihrem Plan. Dazu gehört unter anderem eine terminologische: Statt von einer Zerteilung ist jetzt die Rede von einer "Reorganisation" Microsofts.