Schwierigkeiten für US-Anbieter mit NTT:

Regierung in Tokio offen kritisiert

22.04.1983

TOKIO (CW) - Widersprächliche Meinungen zur japanischen Telekommunikationspolitik äußerten anläßlich der Communications Tokyo '83 Edmond Fitzgerald, Präsident der Nippon Telegraph and Telephone Corp. (NTT), und Rod Rydlum vom Office für Exportentwicklung der Tokioter US-Botschaft.

Rydlum kritisierte offen die Regierung in Tokio. Er zeigte sich davon überzeugt, daß die Verträge, die NTT bisher mit amerikanischen Telekommunikationsanbietern geschlossen hat, nur dazu dienen sollen, die amerikanische Regierung zu beschwichtigen: "Kleinere Erfolge spielen nur der japanischen Regierung bei ihren Bemühungen in die Hände, den starken und aggressiven Druck zu entschärfen, den wir so lange ausgeübt haben." Die potentieilen Lieferanten hätten noch niemals ihr Ziel vollständig erreichen können, obwohl sie dem Abschluß von wirklich erfolgreichen Geschäftsbeziehungen schon oft nahe gewesen seien.

Fitzgerald gestand zwar zu, daß das Geschäft mit dem Ausland nur langsam in Gang komme. Er betonte aber gleichzeitig, dies sei seiner Erfahrung nach in der Telefon-Industrie normal. In Japan gäbe es keine größeren Probleme als auf irgendeinem anderen hochentwickelten Markt.