Redwood weist den Weg in die Zukunft Banyan praesentiert seine neue dreijaehrige Netzwerkstrategie Von Ingo Lackerbauer *

02.06.1995

BOSTON - Im haerter werdenden Geschaeft mit Netzwerk- Betriebssystemen wird es immer schwerer, potentielle Kaeufer allein mit guten Features zu ueberzeugen. Denn Directory-Services oder TCP/IP-Unterstuetzung gehoeren mittlerweile bei fast jedem Hersteller zum guten Ton. Kein Wunder also, dass auch Banyan versucht, mit der "Redwood"-Strategie als Vision neue Klienten anzulocken.

Fundament des Dreijahresplans sind Entwicklungen wie

"Click to Information", "Self Managing Networks" und "Business on Mail". Das Auffinden, Teilen sowie die Verwaltung netzwerkweiter Ressourcen unter Zuhilfenahme einer verzeichnisbasierenden Datenbank (Click to Information) ist im Grunde nichts Neues, doch zusaetzliche Routinen sollen fuer eine verbesserte Nutzung der Moeglichkeiten sorgen, die die netzwerkweiten Verzeichnisdienste in sich bergen. Zweite Stuetze der Redwood-Strategie sind die Self Managing Networks. Diese sollen kuenftig eine weitgehend automatisierte Installation von Banyan Servern erlauben und intelligente Agenten zur proaktiven Verwaltung umfassen.

Bei Business on Mail als drittem Element der Strategie steht das mit der Uebernahme von Beyond eingekaufte E-Mail-System "Beyondmail" im Mittelpunkt: Die darin integrierte ODBC- Unterstuetzung, die schon heute Datenbankabfragen mittels E-Mail gestattet, soll auch auf das Internet ausgedehnt werden. Mobilen Anwendern wird so der Einstieg und Umgang mit einem unternehmensweiten Netzwerk erleichtert.

In Ergaenzung zu den E-Mail-Tools moechte Banyan ein Internet- Business-Directory ins Leben rufen, das E-Mail-Adressen sowie Web- Seiten von Entwicklern enthaelt, die an dem Redwood-Konzept mitarbeiten.

* Ingo Lackerbauer ist freier Journalist in Leichlingen