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Redback Networks warnt vor drohender Insolvenz

08.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Breitband-Netzausrüstung spezialisierte kalifornische Hersteller Redback Network hat mit einem Antrag auf Gläubigerschutz gemäß Paragraph elf US-Konkursrecht gedroht, falls ein vorgeschlagener Debt-for-Equity-Deal nicht zustande kommen sollte. Dies schickte die Aktie des Unternehmens gestern um fast 30 Prozent in den Keller. Redback möchte die Inhaber von im Jahr 2007 auslaufenden Wandelschuldverschreibungen im Gesamtwert von 467 Millionen Dollar überzeugen, ihre Papiere in Aktien einzutauschen. 67 Prozent sind bislang dazu bereit.

Sollte der Tausch gelingen, würde den Bondholdern anschließend 95 Prozent von Redback gehören - sehr zum Leidwesen der bisherigen Aktionäre, die ihre dann fünf Prozent nur auf 15 aufstocken könnten. Voraussetzung für das Zustandekommen der Transaktion ist die Zustimmung von mindestens 98 Prozent der Anleihebesitzer, der bisherigen Aktionäre und der Aufischtsbehörden. Redback hofft, dass die Börsenaufsicht SEC noch im Sommer und Note- und Shareholder bis September grünes Licht geben.

In der vergangenen Woche hatte das Unternehmen aufgrund der weiterhin schwierigen Marktsituationen unerwartet geringe Quartalseinnahmen angekündigt. Die Einnahmen sollen demnach nur 22 Millionen Dollar betragen nach 29,5 Millionen Dollar im vorhergehenden ersten Quartal; die von Thomson First Call befragten Analysten erwarteten aktuell 30,7 Millionen Dollar Umsatz. Für das erste Quartal hatte Redback einen Nettoverlust von fast 25 Millionen Dollar ausgewiesen. (tc)