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Red Hat schließt drei Standorte, feuert 20 Mitarbeiter

05.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Linux-Distributor Red Hat will drei Niederlassungen, darunter sein Büro in San Franzisko, schließen und 20 Angestellte auf die Straße setzen. Die US-Company begründete diese Maßnahmen damit, dass durch Akquisitionen einige Stellen überflüssig geworden seien. Es gebe keinerlei Schwierigkeiten im Unternehmen, bekräftigte eine Firmensprecherin. Bei den Entlassungen handele es sich zudem lediglich um zwei Prozent der kompletten Red-Hat-Belegschaft.

Den Standort in San Franzisko vergrößerte der Linux-Experte 1999 mit der Übernahme der Web-Entwicklungsfirma Atomic Vision. Diese sollte maßgeblich zu der damals groß angekündigten Online-Verkaufsstrategie von Red Hat beitragen. Das Unternehmen setzt das Internet zwar nach wie vor für den Vertrieb und Support ein, hat seine Web-Pläne jedoch kräftig beschnitten. "Sie haben keine Ahnung, was sie mit dem Internet anfangen sollen," erklärte einer der entlassenen Mitarbeiter.

In Europa machen die Niederlassungen in Newbury (England) und Cagnes sur Mer (Frankreich) dicht, alle dort Beschäftigten werden andernorts - in Surrey respektive Paris - weiterbeschäftigt. Nach Abschluss der Restrukturierung verbleiben Red Hat insgesamt zwölf Standorte weltweit.