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Red Hat kehrt in die Gewinnzone zurück

18.06.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische Linux-Distributor Red Hat steigerte im Ende Mai abgelaufenen ersten Geschäftsquartal 2004 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 39 Prozent auf 27,2 Millionen Dollar. Dabei erzielte das in Raleigh, North Carolina, ansässige Unternehmen einen Nettoprofit von 1,5 Millionen Dollar oder einem Cent pro Aktie. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte die Company noch einen Verlust von 4,6 Millionen Dollar oder drei Cent je Anteil verbucht. Nach einer Umfrage von Thomson First Call erfüllte Red Hat beim Ergebnis die Erwartungen der Analysten, doch hatten die Wall-Street-Experten im Schnitt mit 100.000 Dollar mehr Umsatz gerechnet.

Auf operativer Basis schrieb die Linux-Company mit minus 1,1 Millionen Dollar weiter rote Zahlen. Das Defizit konnte allerdings im Jahresvergleich um 6,1 Millionen Dollar gesenkt werden.

Red Hat zeige weiterhin eine starke operative Leistung, kommentierte Finanzchef Kevin Thomson die Quartalszahlen. Den Rückgang des operativen Verlusts gegenüber dem Schlussquartal 2003 (minus 2,4 Millionen Dollar) führte er auf die steigenden Einnahmen und die kontinuierliche Anpassung des Geschäftsmodells zurück. CEO Matthew Szulik fügte hinzu, dass sich die angeblichen Patentansprüche des Unix-Spezialisten SCO an Linux bislang nicht negativ auf den Red-Hat-Umsatz ausgewirkt hätten. Nach Ansicht von Analysten könnte sich dies jedoch ändern, berichtet das "Wall Street Journal". Viele Geschäftskunden würden zunächst die weitere Entwicklung in dem Rechtsstreit abwarten. (mb)