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Red Hat kauft JBoss

10.04.2006
Nicht wie kürzlich kolportiert Oracle, sondern Red Hat kauft JBoss - für zunächst einmal 350 Millionen Dollar.

40 Prozent der Kaufsumme für den Anbieter von Open-Source-Middleware zahlt der Linux-Anbieter in bar, den Rest in eigenen Stammaktien. Falls bestimmte Leistungsvorgaben erfüllt werden, legt Red Hat noch einmal 70 Millionen Dollar drauf. Die Akquisition soll voraussichtlich gegen Ende von Red Hats erstem Fiskalquartal (Mai 2006) abgeschlossen werden.

Red Hat will durch die Übernahme nach eigenen Angaben den Umstieg auf Service-orientierte Architekturen (SOA) beschleunigen, indem es den Betrieb "der nächsten Generation Web-fähiger Anwendungen auf einer kostengünstigen Open-Source-Plattform ermöglicht". Beide Unternehmen verdienen ihr Geld mit Service und Support, die sie über eine Online-Plattform bereitstellen.

"Die Vereinigung dieser beiden Firmen wird die Vorzüge eines reinen Open-Source-Spiels demonstrieren", kommentierte JBoss-Chef Marc Fleury. Kunden standardisierten ihre Infrastruktur zunehmend auf quelloffener Technik und wollten einen stabilen und vertrauenswürdigen globalen Open-Source-Anbieter für die Unterstützung.

Red Hats Gewinn im August-Quartal soll die Akquisition leicht schmälern, für das Gesamtgeschäftsjahr erwartet der Distributor keine Auswirkungen. Ab dem kommenden Fiskaljahr soll sich der Zukauf bereits positiv unterm Strich bemerkbar machen. (tc)