Middleware

Red Hat forciert JBoss-Migration

Neues Red-Hat-Projekt soll Oracle- und IBM-Anwender vom JBoss-Applikations-Server überzeugen.

Damit Anwender von kommerziellen, Java-basierenden Applikations-Servern wie Oracle WebLogic oder IBM WebSphere leichter in die Open-Source-Szene wechseln können, hat Red Hat jetzt ein Migrations-Projekt ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Red-Hat-Partnern soll unter der Bezeichnung "JBoss MASS" (Migration Assistance) eine Software entstehen, die den Übergang zur JBoss Enterprise Middleware unterstützt. Darüber hinaus ist eine Online-Community geplant, in der sich neue JBoss-Kunden mit erfahrenen Anwendern und Serviceanbietern austauschen können. Man wolle die Einstiegshürden senken und auf diesem Weg neue Kunden gewinnen, erklärt Aaron Darcy, der für die JBoss-Produktlinie zuständige Manager bei Red Hat. Unternehmen hätten bereits ihr Interesse an der Open-Source-Middleware signalisiert, wüssten jedoch nicht, wo man mit der Migration beginnen solle. Meist würde mit einem sehr umfangreichen, manuell vorgenommenen und deshalb aufwändigen Review gestartet. Genau diese Arbeit soll JBoss MASS vereinfachen. Zu den im JBoss-Deployment erfahrenen Partnern, die dem Projekt Ressourcen und Codebeiträge zur Verfügung stellen wollen, zählen neben der Red-Hat-Tochter Amentra die Firmen City Tech, Consilium 1, Exadel, Freedom OSS, RivetLogic, Unisys und Vizuri. Gemeinsam wollen sie eine Roadmap für JBoss MASS erarbeiten und innerhalb der kommenden sechs Monate Migrations-Tools und Best Practices bereitstellen.

Auf die Frage, ob sich Unternehmen angesichts der weltweiten Rezession auf Abenteuer wie den Wechsel ihrer Middleware-Plattform einlassen würden, antwortet Darcy, dass zumindest diejenigen Anwender eine Migration erwägen, deren Verträge zu kommerziellen Produkten auslaufen. Ihnen verspreche JBoss ein Produkt, das gegenüber proprietären Lösungen eine günstigere TCO biete.