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Red Hat forciert das Behördengeschäft

03.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um künftig mehr Behördenaufträge an Land zu ziehen, hat der Linux-Distributor Red Hat einen neuen Geschäftsbereich für den öffentlichen Dienst ins Leben gerufen. Zum Leiter der weltweit agierenden Sparte Government Sales Operations wurde der Branchenveteran Paul Smith bestellt. Er weist laut Red Hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Vermarktung von Schlüsseltechnologien an öffentliche Auftraggeber auf. In seiner letzten Position arbeitete der Topmanager als Vice President Government Operations bei Veritas.

Seit der Vorstellung von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) im Jahr 2002 bemüht sich der Distributor verstärkt, seinen Kundenkreis im Behördengeschäft auszuweiten. Die Software ist derzeit unter anderem bei der US-amerikanischen Flugaufsichtsbehörde FAA (Federal Aviation Administration) sowie im US-Verteidigungsministerium im Einsatz. Wie Red Hat bekannt gab, hat sich nun auch das US-Energieministerium entschlossen, die Linux-Variante in seinen Labors und Technologiezentren auf breiter Basis einzuführen.

Auch auf der Produktseite trägt der Fokus auf das Behördengeschäft bereits Früchte. So wird die neue Version 4.0 der Distribution RHEL Sicherheitstechniken umfassen, die aus dem Projekt Security Enhanced Linux (SELinux) stammen, das die US-amerikanische National Security Agency (NSA) angestoßen hat. (mb)