Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 42

Red Hat Enterprise Linux 6.6

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Ab sofort steht ein Update für Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6 zur Verfügung und bringt Verbesserungen für Virtualisierung.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux Kalenderwoche 42.

Am 21. Oktober ist offener IT-Gipfel und Open-Source-Tag in Hamburg. The Document Foundation freut sich über zirka 200 Spenden täglich. Die Linux Foundation begrüßt fünf neue Mitglieder. Firefox OS wächst global weiter.

Foto: Momius/Fotolia.com

CrossOver 14.0.0 wurde vorgestellt. FreeNAS-Update schließt ShellShock-Lücke. Pi-Top ist ein Notebook zum selber basteln und hat das Crowdfunding-Ziel schon erreicht.

Red Hat Enterprise Linux 6.6

Red Hat stellt eine aktualisierte Version von RHEL 6.x zur Verfügung. Dabei konzentriert man sich bei dem Update laut eigenen Angaben auf Performance, Systeverwaltung und Virtualisierung.

Vom Kernel bis zu Netzwerk-Stack haben die Entwickler die Performance verbessert. Außerdem gibt es neue Funktionen, die System-Administratoren den Einsatz und die Systemverwaltung erleichtern sollen.

Brauchen Unternehmen Hochverfügbarkeit (High Availability), können Sie bei Red Hat Enterprise Linux 6.6 mit Unterstützung für HAProxy und keepalived rechnen.

RHEL 6.6 verbessert außerdem die Funktionalität, wenn das Betriebssystem als virtueller Gast eingesetzt wird. Um die Security zu verbesern, kann ein Host den krytografischen Applikationen auf einem Gast Zufalls-Funktionalität füttern. Ebenso ist sind Netzwerk- und Storage-Durchsatz verbessert, wenn RHEL 6.6 als Gast auf einem RHEL-7-Host läuft.

Sie finden weitere Informationen zu Red Hat Enterprise Linux 6.6 auf der offiziellen Projektseite.

Offener IT-Gipfel und Open-Source-Tag in Hamburg

In der kommenden Woche steht Hamburg im Fokus der Beobachter der IT-Wirtschaft. Im Anschluss laden die Hamburger Grünen und die Open Source Business Alliance zum Offenen IT-Gipfel ein. Dort diskutiert man um die Bedeutung von Open-Source in Bezug auf die digitale Wirtschaft, die Sicherheit und die Freiheit.

Unter anderem soll die Diskussion angeregt werden, ob Hamburg dem Beispiel aus München folgen und langfristig auf Linux umstellen soll. Weitere Informationen finden Sie hinter diesem Link.

The Document Foundation sagt 100.000 Mal Danke

Die Organisation hinter der freien Bürosoftware-Sammlung LibreOffice, The Document Foundation (TDF), freut sich über 100.000 Spenden in 500 Tagen. Laut eigenen Angaben gingen vom 1. Mai 2013 bis zum 13. September 2014 im Durchschnitt 200 Spenden pro Tag ein.

Wie viel Geld das ist, wird in der Ankündigung nicht preisgegeben. Allerdings bedankt man sich bei den vielen Freiwilligen Entwicklern und Spendern. Nur durch sie sei es möglich, dieses unabhängige und sehr erfolgreiche Projekt durchzuführen.

Die Spenden machen es außerdem möglich, die so genannten Hackfests durchzuführen. Das nächste findet am 15. und 16. November in Toulouse, Frankreich statt.

Wer das Projekt ebenfalls unterstützen möchte, kann gerne eine Spende abgeben.

Linux Foundation begrüßt fünf neue Mitglieder

Die fünf neuen Mitglieder der Linux Foundation nennen sich Altera, Chelsio Communications, DataCentred, Imagination und Travelping.

Diese Firmen würden zeige, dass der globale Einsatz von Linux rapide wächst. Vor allen Dingen in Data Centern für große Betriebe würde sich dieser Fakt immer wieder zeigen.

Die neuen Mitglieder würden verstehen, warum Linux im Data Center Einsatz finde. Das Open-Source-Betriebssystem würde die Ansprüche von modernen, saklierbaren Servern, Netzwerken und Storage-Herausforderungen erfüllen.

Mozillas Firefox OS genießt globales Wachstum

Im Blog von Mozilla ist zu lesen, dass Firefox OS auf dem Vormarsch ist. Derzeit ist das Open-Source-Smartphone-Betriebssystem auf drei Kontinenten verfügbar. 13 Betreiber in 24 Ländern bieten insgesamt 12 Smartphones an.

Drei neue Smartphones sind in den letzten Wochen Indien und eines in Bangladesch an den Start gegangen. Diese Geräte seien nicht nur erschwinglich, sondern würden den neuen Markt der ultragünstigen Smartphones einleiten.

Auch in Deutschland sind Geräte mit Firefox OS einfach via congstar.de zu erwerben. Außerdem gibt es das Alcatel Onetouch Fire E in über 700 Telekom-Shops.

CrossOver 14.0.0

Codeweavers hat die sofortige Verfügbarkeit von CrossOver 14.0.0 angekündigt. Es handelt sich dabei um eine kommerzielle Version von Wine. Damit können Sie viele Windows-Programme unter Linux ausführen. Unter anderem gehören unterschiedliche Versionen von Microsoft Office dazu. Sie finden eine Liste mit kompatiblen Programmen bei Codeweavers.

CrossOver 14.0.0 ist sowohl für Linux als auch Mac OS X verfügbar. Linux-Anwender dürfen sich über ein neue Automatisierungs-Funktion freuen. Dieses erkennt, was für weitere Komponenten notwendig sind, um gewisse Windows-Anwendungen auszuführen und lädt diese entsrepchend herunter. Weiterhin ist Unterstützung für Quicken 2015 implementiert.

Linux-Anwender mit einem aktiven Abonnement können sich die neueste Version von der Projektseite herunterladen.

FreeNAS 9.2.1.8-RELEASE

Die Entwickler des kostenlosen NAS-Systems FreeNAS haben ein Update zur Verfügung gestellt. Es wurden diverse Fehler korrigiert. Wichtig bei diesem Update ist, dass die berüchtigte ShellShock-Security-Lücke geschlossen wurde.

System-Administratoren, die aktualisieren möchte, sollten sich das Changelog aufmerksam durchlesen. Dort können Sie zum Beispiel nachlesen, dass Sie bei einem Upgrade von einer Version vor 9.2.1.7 LZ4-Kompression bei Replikation nicht aktiviert haben sollten.

Sie können FreeNAS 9.2.1.8-RELEASE aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen.

Pi-Top hat Crowdfunding-Ziel schon erreicht

Das Pi-Top wird mit Sicherheit kein Hochgeschwindigkeits-Computer werden. Die Entwickler stellen allerdings alles zur Verfügung, dass sich jeder ein eigenes Notebook basteln kann. Als Herzstück dient ein Raspberry i Modell B+.

Es sind noch 26 Tage Zeit und das Ziel von 80.000 US-Dollar ist bereits erreicht. Sollten 150.000 US-Dollar zusammenkommen, wird man das Pi-Top auch mit alternativen Boards anbieten. Die Entwickler geben als Beispiel ein BeagleBoard an.