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Rechtsstreit um Kai-Fu Lee ist vom Tisch

27.12.2005
Microsoft und Google haben ihren mehrmonatigen Rechtsstreit um den Top-Experten Kai-Fu Lee beigelegt.

"Microsoft, Dr. Lee und Google haben eine Vereinbarung erzielt, die ihren anhängigen Rechtsstreit beilegt", teilte Google-Vice-President David Drummond am Freitag mit. Alle Beteiligten hätten die Angelegenheit zu ihrer Zufriedenheit gelöst, heißt es in einer Stellungnahme von Microsoft. Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben.

Der frühere Microsoft-Mitarbeiter Lee war zu Google als neuem Arbeitgeber gewechselt, um das China-Geschäft des Suchmaschinenbetreibers zu leiten. Nach Auffassung von Microsoft verstieß er damit gegen eine Klausel in seinem Arbeitsvertrag. Im Juli 2005 war Microsoft deswegen vor Gericht gezogen.

Google wiederum argumentierte, dass Microsoft nach kalifornischem Recht seine Mitarbeiter nicht davon abhalten kann, selbst zu wählen, wo sie arbeiten wollen, und reichte ebenfalls Klage ein.

Im September hatte ein Gericht in einer einstweiligen Verfügung entschieden, Lee dürfe für Google arbeiten. Allerdings wurde ihm untersagt, für den Suchmaschinenbetreiber auf den Gebieten Suchtechnik und Sprachtechnologie zu arbeiten, in denen er bereits für Microsoft tätig gewesen war. Lee war 1998 zu Microsoft gekommen, bevor er unter anderem für Apple und Silicon Graphics tätig war. (dpa/tc)