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Rechner der US-Army mit Freeware geknackt

19.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Experten der Sicherheitsfirma Forensic Tec Solutions haben das Netz der US-Army geknackt. Dabei haben sie ausschließlich kostenlose und frei verfügbare Tools verwendet. Laut Firmenchef Brett O´Keefe waren die Militärcomputer nur unzureichend gesichert. Die meisten Anwender haben demzufolge Kennwörter wie "Administrator" oder "Password" benutzt, einige Rechner waren ganz ohne Zugangsschutz zu erreichen.

Auf den Rechnern lagen nach Angaben O´Keefes detaillierte Beschreibungen von Radar-Verschlüsselungsverfahren und Laser-Lenkwaffen sowie vertrauliche E-Mails hochrangiger Offiziere. Auch persönliche Daten von Soldaten waren einsehbar. Ein Sprecher der Army bestätigte den Vorfall. Es seien jedoch keine Rechner des Pentagons geknackt worden, sondern lediglich das Netzwerk einer außenstehenden Einheit. Die ausgespähten Informationen seien nicht streng geheim eingestuft gewesen. (lex)