Innovationen mit HPE

Erfolgreich mit dem New Style of Business: Präsentiert von HPE und Intel

 

Rechenleistung für die Welt

Dietmar Müller ist freier Journalist in München und arbeitet für Computerwoche und Channelpartner.
Die digitale Transformation, das Internet of Things (IoT) und Industrie 4.0 stehen auch in diesem Jahr wieder im Mittelpunkt des Interesses für die Besucher der CeBIT in Hannover wie auch des Messeauftritts von Hewlett Packard Enterprise (HPE). Wir sprachen mit dem HPE Chief Technologist, Axel Simon, über die diesjährigen CeBIT-Highlights.

Um die grenzenlosen Möglichkeiten des IoT zu verwirklichen, reicht es nicht aus, so HPE im Vorfeld der diesjährigen CeBIT, immer mehr Leistung in große Rechenzentren zu packen - die ganze Welt soll mit Rechenleistung aufgeladen werden! Wie darf man das verstehen: die Welt mit Rechenleistung aufladen?

Axel Simon: Zunächst geht es uns darum, Verbindungen herzustellen. Es gilt, Aktoren und Sensoren miteinander zu vernetzen - das IoT zeichnet sich ja zuvorderst durch Vernetzung aus. Und an der Stelle, wo die Daten tatsächlich erfasst und analysiert werden, kommt die Rechenleistung ins Spiel: Die Daten müssen im Zuge der Analyse möglichst nah am Ort ihrer Entstehung erfasst und ausgewertet werden.

Die IT muss daher an die Außenränder des Netzwerks, das heißt an den Entstehungsort der Daten gehen: in Fabriken, Autos oder in Gebäuden. Dafür hat sich der Begriff Edge Computing etabliert. Gartner geht davon aus, dass schon bald rund 20 Milliarden IoT-Geräte vernetzt sein werden. Diese Geräte erzeugen immense Datenvolumen, die mit einzigartigen Geschäftschancen rund um die schnelle Gewinnung von Erkenntnissen einhergehen.

HPEs Edgeline-Systeme in Industriequalität können in praktisch jeder Umgebung eingesetzt werden. Sie bieten die Konnektivität und Rechenleistung, um Informationen und die Steuerung der Daten am Ort ihres Entstehens zu ermöglichen. Erweiterungsfähigkeit und E/A-Optionen bilden ein stabiles Fundament für künftige IoT-Pläne.

Dabei ist es hilfreich, die Dinge des IoT aus Vernetzungssicht ähnlich wie mobile Endgeräte zu betrachten. HPE Aruba bietet mit Mobile-First-Infrastruktur und -Software eine einzigartige Grundlage für den, wie wir es nennen, "Intelligent Edge". Lösungen für ortsbezogene Dienste bilden die Brücke zum Nutzen für das Kerngeschäft des Kunden.

Nicht die ganze IT wird an die Ränder gehen, auch bestehende Rechenzentren müssen auf das Internet der Dinge und die Industrie 4.0 reagieren. Wie sieht Ihr Entwurf für eine moderne Rechenzentrumsstrategie heutzutage aus?

Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Rechenzentren von heute müssen verteilte Systeme aus Containern, Big-Data-Diensten und allen weiteren Technologien betreiben, die heute von modernen Anwendungen sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in der Cloud benötigt werden. Dafür braucht es hybride IT-Konzepte. Sowohl die automatisierte Anwendungsbereitstellung durch Cloud-Plattformen, als auch die zugehörigen Komponenten wie Hyperconverged Systems beziehungsweise Composable Infrastructure sind hier zentrale Themen. Eine hybride IT macht zudem das Serviceangebot einfach und dynamisch erweiterbar, so dass schneller auf die Anforderungen des Business reagiert und die Time-to-Market von neuen Produkten beschleunigt werden kann.

HPE wird auf der CeBIT "Memory-driven Computing" vorstellen. Was erwartet die Besucher?

Axel Simon: Mit der über 60 Jahre alten Architektur der heutigen Computer ist das exponentielle Datenwachstum nicht mehr zu bedienen. Moderne Düsentriebwerke zum Beispiel haben tausende von Sensoren. Alleine die Triebwerke eines einzigen Herstellers können damit Zettabytes von Daten erzeugen - zum Vergleich: ein Zettabyte war die Gesamtmenge der Daten auf der Erde im Jahr 2010.

Auf der CeBIT zeigen wir den ersten Prototypen einer radikal neuen Computer-Architektur. Ihr Kern ist nicht mehr der Prozessor - sondern ein neuartiger, fast unbegrenzter Speicher. Damit lässt sich die Rechenleistung viele tausend Mal steigern, während gleichzeitig der Energiebedarf drastisch sinkt.

HPE will diese Architektur allgegenwärtig machen - sie wird in Miniaturgröße in Sensoren oder Autos ebenso laufen wie als Supercomputer, groß wie ein Schiffscontainer. Es eröffnen sich damit bisher nicht dagewesene Möglichkeiten in Feldern wie Genomforschung, Medizin, vernetzte Mobilität oder künstliche Intelligenz.

Die HPE-Verantwortlichen sprechen von einer bis zu 8.000-mal höheren Geschwindigkeit bei diversen Workloads. Das sind enorme Werte - sind die wirklich möglich?

Axel Simon: Ja. Weil die Daten zentral für alle Prozessoren im Zugriff sind, müssen diese zum einen nicht mehr zwischen Arbeits- und Plattenspeicher hin- und her bewegt werden und Zwischenergebnisse können zum anderen aufgrund der Speichergröße verbleiben. Ausserdem lässt sich die Prozessorleistung einfacher erhöhen. Entsprechend zugeschnittene Anwendungen erreichen dann tatsächlich bis zu 8.000 Mal bessere Ergebnisse als das mit heutigen Architekturen möglich ist.

Was finden Sie persönlich bei den Exponaten des diesjährigen HPE-Messeauftritts besonders spannend? Welche Technik sollten sich Besucher unbedingt selbst ansehen?

Axel Simon: Auf der diesjährigen CeBIT präsentieren wir in Halle 4 viele spannende Anwendungsbeispiele, etwa Konzepte für den intelligenten digitalen Arbeitsplatz im Aruba Bereich. Wir sprechen hier von Intelligent Spaces. Unsere Standfläche werden wir mit Location Analytics digitalisieren. Zu sehen und zu testen sein werden aber auch Brillen für die Virtual Reality (VR), etwa für Remote Maintenance oder für Collaboration. VR-Brillen können auch genutzt werden, um beim Standrundgang viele neue Informationen zu erhalten. Damit setzen wir ein innovatives Standkonzept um, mit dem Technologie ganz neu verstehbar wird.

Mit einem industriellen Showcase, einer Pumpenanlage, geben wir bereits einen Ausblick auf die auf die CeBIT folgende Hannover Messe - auch dort wird das Thema VR und Augmented Reality zur Erfassung von Betriebsdaten eine große Rolle spielen. Oder das Thema Edge Computing: Wir werden das HPE Micro Datacenter vorstellen, das eine umfangreiche Hard- und Softwareintegration auf Rädern anbietet. Damit lässt sich das "Data Center in a Box" einfach an seinen Standort transportieren und wieder entfernen. Zu sehen gibt es außerdem unser nahezu gesamtes Server-, Speicher- und Netzwerk-Portfolio.

Ein besonderes Erlebnis verspricht unser Transformation Gate, in dem Besucher erleben können, was digitale Transformation bedeutet - lassen Sie sich überraschen. Besuchen Sie uns auf der CeBIT 2017 und erleben sie mit uns gemeinsam eine faszinierende Themenwelt - "a world where everything computes".