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Real Networks verdoppelt den Verlust und gewinnt Online-Musikkunden

21.10.2004

Der Streaming-Media-Spezialist Real Networks hat zwar seinen Umsatz im dritten Quartal um 32 Prozent von 51,8 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 68,3 Millionen Dollar steigern können, allerdings wuchs auch der Nettoverlust von 3,7 Millionen Dollar auf 7 Millionen Dollar.

Mit dazu beigetragen hat ein Rechtsstreit mit Microsoft, der drei Millionen Dollar verschlang. Real Networks hatte den Softwarekonzern Ende 2003 verklagt, da sich das Unternehmen durch die Kopplung des "Windows Media Player" mit dem Windows-Betriebssystem benachteiligt sah.

Einnahmen erzielt die Firma hauptsächlich mit PC-Software und Diensten für Konsumenten. Dieses Segment wuchs um 52 Prozent und trägt mit 55,4 Millionen Dollar zum Umsatz bei. Der Rest entfällt auf Software und Services für Firmenkunden, etwa solche, die Streaming-Media-Inhalte auf der Grundlage von Server-basierenden Real-Produkten und Entwicklungswerkzeugen auf ihren Websites anbieten.

Das Geschäft mit Musik wuchs nach Firmenangaben von 4,7 Millionen Dollar auf 18,8 Millionen Dollar. Der Online-Musikdienst "Rhapsody" sowie die Radioprogramme kommen insgesamt auf 625 000 registrierte Mitglieder. Ein Jahr zuvor hatten 250 000 Surfer die Musikdienste des Unternehmens abonniert.

Stark zugenommen hat auch der Absatz von Spielen, und zwar von 3,2 Millionen Dollar auf 9,1 Millionen Dollar. Dagegen sanken die Umsätze mit Videos und Consumer-Software um vier Prozent auf 27,5 Millionen Dollar. Weniger gut lief auch der Verkauf von Produkten für Firmenkunden, er ging um 16 Prozent auf 12,9 Millionen Dollar zurück.

Für das kommende vierte Quartal rechnet Real Networks mit einem Verlust von einem oder zwei Cent pro Aktie bei einem Umsatz zwischen 68 und 69 Millionen Dollar. (fn)