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Real Networks meldet Umsatzrückgang

18.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Streaming-Pionier Real Networks hat mit seinem Ergebnis des ersten Quartals 2001 die revidierten Erwartungen der Wall Street erfüllt. Das Unternehmen wies einen Nettoverlust von 24,4 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Aktie aus. Ein Jahr zuvor betrug der Nettofehlbetrag 18,8 Millionen Dollar oder zwölf Cent je Anteilschein. Abzüglich außergewöhnlicher Belastungen (unter anderem Abschreibungen für die verlustträchtige Beteiligung an Musicnet) verbleibt für das abgeschlossene Quartal ein Proforma-Gewinn von 3,5 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie - genau wie laut First Call/Thomson von den Analysten erwartet. Der Umsatz ging gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres (53,5 Millionen Dollar) um sechs Prozent auf 50,4 Millionen Dollar zurück. Besonders hart traf es das Kerngeschäft mit Streaming-Infrastruktursoftware; hier gingen die Einnahmen von 34,1 auf 29,6

Millionen Dollar zurück.

Chief Executive Officer (CEO) Rob Glaser räumte ein, die Zeiten hätten sich geändert und die Kunden ihre Investitionen zurückgenommen. "Im Jahr 2000 lautete die Frage immer nur: ´Wo soll ich unterschreiben´", scherzte Glaser. "In diesem Jahr heißt es stattdessen: ´Können Sie mir nochmal erklären, wo der Return on Investment geblieben ist?´"