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RC1 von Windows Server 2003 R2

19.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat am Montagabend die womöglich letzte Vorabversion von Windows Server 2003 R2 veröffentlicht. Der Release Candidate 1 (RC1) ist effektiv bereits der zweite, nachdem Ende August ein RC0 erschienen war. Eine erste öffentliche Beta des verbesserten Server-Betriebssystems hatte der Hersteller im Mai herausgebracht.

Zu den wichtigsten Neuerungen in R2, das gegen Ende dieses Jahres erhältlich sein soll, gehören die Active Directory Federation Services (ADFS). Diese bilden einen der letzten Bestandteile von Microsofts Plattform zur Verwaltung digitaler Identitäten und stellen gleichzeitig die erste Implementierung des Herstellers des gemeinsam mit IBM entwickelten Web-Service-Protokolls "WS-Federation" dar.

Ebenfalls neu in R2 ist die Möglichkeit, in entfernten Filialen aufgestellte Server zentral zu verwalten. Dazu kommen die Integration der "Services for Unix" in den Betriebssystemkern, neue Möglichkeit zur Storage-Verwaltung, Unterstützung für das .Net Framework 2.0 sowie Verbesserungen an der Teamarbeits-Komponente Windows SharePoint Services.

R2 wird das erste "Zwischenrelease" des Server-Windows, seit Microsoft im Mai 2004 einen neuen Release-Zyklus eingeläutet hatte, der alle vier Jahre ein größeres Betriebssystem-Upgrade vorsieht und dazwischen jeweils eine kleinere "R2"-Version. Gleichzeitig mit R2 führt der Konzern ein neues Lizenzmodell für Virtualisierung ein (siehe "Microsoft vereinfacht Server-Lizenzierung").

Die Beta-2- und RC0-Version von R2 wurden nach Angaben von Microsoft bereits mehr als 25.000 Mal öffentlich heruntergeladen. Der RC1 ist in x86- und x64-Versionen erhältlich und lässt sich nur auf einem vorhandenen Windows Server 2003 mit installiertem Service Pack 1 (SP1) installieren. Er lässt sich 180 Tage lang evaluieren. (tc)