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Razorfish schreibt tiefrote Zahlen

09.02.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der einstige Börsenliebling Razorfish hat in seinem vierten Fiskalquartal 2000 Nettoverlust von 158 Millionen Dollar ausgewiesen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag das Minus bei lediglich 23 Millionen Dollar. Die Einnahmen der in New York ansässigen Internet-Beratungsfirma fielen gegenüber dem vierten Geschäftsquartal 1999 um fünf Prozent auf 50,1 Millionen Dollar.

Für das gesamte Fiskaljahr meldete Razorfish einen Umsatz von 268 Millionen Dollar, was einer Steigerung von 57 Prozent im Vergleich zu 1999 entspricht. Der Nettoverlust hingegen verzehnfachte sich von 14,5 auf 148,8 Millionen Dollar. Razorfish leidet wie andere Internet-Beratungsagenturen unter dem Dotcom-Sterben, da Interent-Startups einen Großteil der Kunden ausmachten. Vor wenigen Tagen kündigte das Unternehmen die Entlassung von 400 Mitarbeitern an (Computerwoche online berichtete). Für diese Maßnahmen rechnet Razorfish mit Aufwendungen von sieben bis acht Millionen Dollar. Die Company besitzt Bargeldreserven von 51 Millionen Dollar.