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Raubkopien in russischer Schule: Verfahren eingestellt

16.02.2007
Das Verfahren gegen einen russischen Schulleiter, der beschuldigt worden war, raubkopierte Software auf Schulrechnern eingesetzt zu haben, ist gestern eingestellt worden.

Das zuständige Gericht stufte den Fall als minderschwer ein und folgte damit auch den Empfehlungen der internationalen Öffentlichkeit sowie des ehemaligen Sowjet-Präsidenten Michail Gorbatschow.

Der Schulleiter war beschuldigt worden, nicht lizenzierte Versionen von Microsoft Windows und Office auf 12 Schul-PCs eingesetzt zu haben. Der Pädagoge argumentierte dagegen, er habe die Software vorinstalliert auf Rechnern gekauft und keine Ahnung gehabt, dass es sich dabei um Raubkopien handelte.

Mit dem Fall, den die russischen Behörden selbst vor Gericht gebracht hatten, war auch die Kritik an Microsofts Anti-Piraterie-Politik wieder aufgeflammt. Der Softwarehersteller stritt aber jede Beteiligung an der Strafanzeige ab. Ex-Präsident Michail Gorbatschow hatte dennoch in der vergangenen Woche in einem Brief an Microsoft-Chairman Bill Gates um Rücksicht für den Schulleiter gebeten, da dieser nicht mit Vorsatz gehandelt habe. (sh)