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Rational kündigt Rapid-Application-Development-Tool an

19.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IBM Sparte Rational will kommende Woche ein neues RAD-Werkzeug (Rapid Application Development) vorstellen. Der "IBM Rational Rapid Developer" soll ab Juni verfügbar sein und knapp 6000 Dollar kosten. Laut Arun Gupta, Chief Technologist der Enterprise-Application-Abteilung bei Rational, lassen sich über 90 Prozent des Codes für Java-Anwendungen über die vorgefertigten Schablonen des Tools erstellen und leicht mit bestehenden Systemen integrieren. Lediglich für die Programmierung einer kleinen Zahl spezieller Geschäftslogiken müsse der Entwickler Code per Hand erstellen.

Betatester aus der Versicherungswirtschaft konnten knapp 70 Prozent des Codes für neue Anwendungen automatisiert erstellen, berichtet Steven Edwards, Senior Manager bei Bearing Point (ehemals KPMG Consulting). Dadurch habe sich die Entwicklungszeit um etwa 40 Prozent verkürzt. Allerdings ist es unter Experten umstritten, ob sich Rapid Developer bei Entwicklern durchsetzen wird. Zwar seien Werkzeuge gefragt, die die Erstellung von Java-Anwendungen vereinfachen, oft lasse sich durch grafische modellorientierte Developer-Tools jedoch nur Basis-Code erzeugen, der auch leicht von Hand programmiert werden könne, sagte Meta-Group-Analyst Thomas Murphy.

Neben dem Rapid Developer hat Rational auch ein automatisiertes Tool zum Testen von Software angekündigt. Die knapp 3000 Dollar teure Software kommt voraussichtlich Ende des Monats auf den Markt. Ein Upgrade ist außerdem für das "XDE Professional Design and Development Environment" geplant, das unter der Bezeichnung "IBM Rational XDE Professional" erscheinen soll. Neuerungen betreffen unter anderem Debugging-Funktionen und Features zur Erstellung von UML-Modellen (Unified Modeling Language). (lex)