Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 29

Raspberry Pi B+ vorgestellt

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler des Raspberry Pi haben ein neues Modell mit Namen B+ und vier USB-Ports ausgegeben.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 29. Das KDE-Entwicklerteam hat Plasma 5 vorgestellt.

Linux-Vater Linus Torvalds stellt in einem Video seinen Home-Office-Platz vor. Slackware Linux ist 21 Jahre alt geworden.

Raspberry Pi B+

In der offiziellen Ankündigung sprechen die Entwickler davon, dass es sich nicht um ein Raspberry Pi 2 handelt. Das Gerät ist vielmehr die Weiterentwicklung des Raspberry Pi B. Die Plus-Version soll genauso viel kosten wie der Vorgänger.

Das Raspberry Pi B+ hat 40 GPIO-Pins mit sich. Die Position der 26 Pins aus dem Modell B ist allerdings gleich geblieben. Sie finden Diagramme dazu in der Ankündigung. Anstelle von zwei gibt es ab sofort vier USB-Ports.

Der Platz für die SD-Karte wurde durch eine Micro-SD ersetzt, die sich durch drücken ein- und aus stecken lässt. Laut eigenen Angaben braucht das Raspberry Pi B+ weniger Strom als das Modell B. Ebenso hat sich die Audio-Ausgabe verbessert.

Das Modell B+ verwendet den gleichen Applikations-Prozessor, BCM2835. Der Arbeitsspeicher ist mit 512 MByte ebenfalls gleich geblieben.

Plasma 5 ist da

Mit der Ausgabe von Qt5 konnte das KDE-Team einen Frühjahrs-Putz vornehmen, der laut eigenen Angaben alle paar Jahre notwendig ist. Allerdings hat man nich alles komplett neu geschrieben, wie das bei KDE 4 der Fall war. Stattdessen haben sich die Entwickler darauf konzentriert, Dinge zu modularisieren und zu vereinfachen.

Vor gut einer Woche wurde KDE Frameworks 5 vorgestellt. Nun ist die erste größere Software erschienen, die KDE Frameworks 5 verwendet: Plasma 5.

Wer die Desktop-Oberfläche ausprobieren möchte, hat im Prinzip vier Optionen. Zunächst einmal könnte man die Software aus den Quellen selbst kompilieren.

Unter Kubuntu 14.04 lässt sich Plasma 5 via Lauchpad und mittels eines PPA parallel installieren. Der Dreisprung dafür würde so aussehen:

sudo apt-add-repository ppa:neon/kf5

apt update

apt install project-neon5-session project-neon5-utils project-neon5-konsole

Ebenso befindet sich KDE Frameworks 5 und Plasma 5 in Kubuntu Next. Hier würde Plasma 4 komplett ersetzt und eine Entwickler-Version von Kubuntu 14.10 installiert. Dieser Schritt ist nicht ratsam, wenn Sie einen stabilen Desktop brauchen.

Am einfachsten ist es wohl, das Neon 5 Live-Abbild zu benutzen. Damit können Sie einen Blick auf Plasma 5 werfen. Entweder Sie starten das System von einem USB-Stick oder verwenden eine virtuelle Maschine. Das Abbild wird jeden Freitag aktualisiert.

Linus Torvalds stellt seinen Arbeitsplatz vor

In einem Video zeigt Linus Torvalds der Linux Foundation, unter welchen Umständen der Linux-Kernel entwickelt wird. Manche arbeiten gerne im Sitzen, aber Torvalds hat ein Laufband mit einem Computer in seinem Home-Office. Ebenso liegen einige Tauch-Sachen herum und Torvalds wundert sich, warum er andauernd Pinguine geschickt bekommt.

Slackware ist 21

Patick Volkerding ist der Erschaffer der ältesten, noch aktiven Linux-Distribution: Slackware. Er hat in einem Tweet der Distribution zum Geburtstag gratuliert. Laut der Status-Meldung feiert Slackware am 17. Juli 2014 den 21. Geburtstag.