Predictive Analytics

Rapidminer macht sich auf zu neuen Ufern

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Rapidminer kommt aus Dortmund. Mit 5 Millionen Dollar Venture Capital zieht die Firma jetzt um nach Boston.

Rapidminer (vormals Rapid-I) entwickelt Software für Predictive Analytics auf Basis offener Technologie. Das Startup hat nun eine erste Finanzierungsrunde mit Earlybird Venture Capital und Open Ocean Capital (unterstützt von den MySQL-Gründern) abgeschlossen. Die frischen 5 Millionen Dollar sollen einer Mitteilung zufolge in den Ausbau des lokalen und internationalen Verkaufs und Marketings sowie die Entwicklung zusätzlicher Unternehmenslösungen im Bereich Predictive Analytics fließen.

Derzeit ist die Software von Rapidminer in 35.000 Installationen mit 200.000 aktiven Nutzern im Einsatz. Die Lösung kombiniert operative Dashboards mit Performance Reports und lässt sich laut Anbieter nahtlos in bestehende Unternehmensdatenquellen integrieren. "Die Lösung hilft Kunden dabei, schnell Trends und Korrelationen aus ihren Daten herauszuziehen und neue Chance zu erkennen", sagt Rapidminer-Chef Ingo Mierswa.

Vorstandsmitglied Usama Fayyad, früher Chief Data Officer bei Yahoo und Head of Data Mining bei Microsoft, ergänzt: "Im Gegensatz zu traditionellen, älteren Predictive-Analytics-Lösungen erlaubt Rapidminer Nutzern ohne Programmiererfahrungen, schnell ihre Unternehmensdaten zu analysieren und prädiktive Modelle zu erstellen, die den Anforderungen von Big Data gewachsen sind." Der bahnbrechende Erfolg von analytischen Plattformen wie Tableau und Splunk liege an der massiven Nachfrage nach Lösungen, die Unternehmen mehr Kontrolle über analytische Prozesse und detaillierte Einsicht in ihre Operationen verschafften.

Auf der Kundenliste von Rapidminer finden sich so namhafte Firmen wie EADS, GfK, Lufthansa, Pepsi, PayPal, Sanofi, Siemens, Telenor und Volkswagen. "Unsere Erfahrung mit MySQL und Open-Source-Communities wird Rapidminer zum Durchbruch verhelfen und es dabei unterstützen, seine Technologie und Community rund um den Globus zu erweitern", prophezeit Monty-Widenius, Partner bei Open Ocean Capital.