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Rambus verbucht Gewinneinbruch

15.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Gewinn des Speicherchipdesigners Rambus hat sich im ersten Quartal 2005 infolge höherer Prozesskosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu halbiert. Das Unternehmen aus Palo Alto, Kalifornien, erzielte im abgelaufenen Vierteljahr einen Nettoprofit von 4,4 Millionen Dollar oder vier Cent je Aktie. Im Anfangsquartal 2004 hatte der Überschuss noch bei 8,3 Millionen Dollar gelegen. Schuld an dem Einbruch waren die von 4,2 Millionen auf 11,1 Millionen Dollar gestiegenen Prozesskosten, während der Umsatz von Rambus im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 39,6 Millionen Dollar kletterte. Die Kalifornier liegen seit Jahren mit den DRAM-Herstellern Infineon, Micron und Hynix im Clinch, weil diese Rambus-Patente verletzt haben sollen. Gleichzeitig hat der Chipdesigner eine Kartellklage gegen die Konkurrenten laufen. Die Firmen sollen sich verschworen haben, um die Verbreitung von Rambus' Speicherchiptechnik zu verhindern.

Die Vorwürfe sind offensichtlich nicht völlig aus der Luft gegriffen: Erst im März hat Infineon klein beigegeben und mit Rambus ein umfassendes Lizenzabkommen vereinbart (Computerwoche.de berichtete). (mb)