Web Development

Rails 3.0 ist endlich fertig

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Anzeige  Mit rund einem halben Jahr Verspätung ist das quelloffene Web-Framework "Rails" dann doch mal bei Version 3.0 angelangt.

Das gab Ruby-On-Rails-Urheber David Heinemeier Hansson per Blogpost bekannt. Zwei Jahre Arbeit der Community mit Beiträgen von über 1600 Contributors stecken demnach in dem neuen Release.

Zu den wichtigsten Neuerungen in Rails 3.0 gehören die neue Active-Record-Query-Engine "ARel", ein neuer Router für den seit Version 2 REST-basierenden Action Controller, ein neuen Action Mailer (jetzt voll Controller und kein Zwitter mehr aus Model und Controller), ein Bundler zur Verwaltung von Abhängigkeiten, integrierter Schutz gegen Cross Site Scripting (XSS), besserer Schutz von Encoding-Problemen (im Zusammenspiel mit Ruby 1.9+), ein neues Active-Model-Framework für ein besseres Zusammenspiel mit ORMs wie "Mongoid" sowie offizielle Plug-in-APIs.

Insgesamt wurde das Rails-Backend runderneuert und stärker modularisiert. Damit wird Rails 3 auch agnostisch, was alle Komponenten des Frameworks angeht - der Web Developer kann ohne Probleme zwischen Active Record und Data Mapper wählen oder bei der JavaScript-Library zu jQuery statt zu Prototype greifen. Last, but not least wurde für Rails 3 die Dokumentation deutlich ausgebaut.