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Qype setzt auf Google Apps for Business

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die Mitarbeiter des Online-Empfehlungsportals Qype arbeiten seit November 2010 mit Google Apps for Business.
Seit Ende 2010 arbeiten die 160 Mitarbeiter von Qype mit Google Apps.
Seit Ende 2010 arbeiten die 160 Mitarbeiter von Qype mit Google Apps.

Seit der Gründung von Qype im Jahr 2006 arbeitete die Firma mit einer Inhouse-Email-Lösung basierend auf Postfix. Nachdem das Start-up rasch wuchs, wurden viele neue Mitarbeiter binnen kürzester Zeit eingestellt. Das Emailsystem kam nicht mit und verlangte zeitaufwendige Arbeiten wie die Erhöhung der Redundanz und erweiterte Backup-Optionen.

"Der administrative Aufwand wurde zu hoch und gefährdete die Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen und unser Geschäft", erläutert Qype-CTO Holger Thiemann. "Wir brauchten eine neue Lösung, die schnell verfügbar ist, die die Administration entlastet, ein umgehendes und einfaches Management des Systems und der Konten bei hoher Verfügbarkeit garantiert und einfach zu bedienen ist."

Aus den Medien, von den eigenen Leuten sowie von Kollegen aus dem Start-up-Umfeld erfuhr Qype von Google Apps for Business und stellte im November 2010 auf die gehostete Bürosuite von Google um. Seitdem ist Google Mail für alle Qype-Mitarbeiter das zentrale Kommunikationswerkzeug, insgesamt sind knapp 250 Accounts angelegt. "Die Implementierung verlief zwar aufwendiger als erwartet", räumt Thiemann ein, "wir mussten eine große Anzahl von E-Mailboxen aus Postfix zu Google migrieren und beide Lösungen in dieser Übergangsphase parallel betreiben. Jedoch war der Support durch Google gut und unsere Fragen wurden schnell und kompetent beantwortet."

Der Schulungsaufwand nach der Umstellung hielt sich in Grenzen - viele der Mitarbeiter waren bereits mit Google Mail vertraut, die anderen Cloud-Applikationen erschließen sich recht intuitiv. "Unsere Mitarbeiter geben Google Apps for Business gute Noten", bilanziert CTO Thiemann. "Hauptsächlich arbeiten sie mit Google Mail und mit Google Kalender."

Immer häufiger nutzten sie aber auch Google Text & Tabellen. "Das Teilen und gemeinsame, zeitgleiche Bearbeiten eines Dokuments ist für unsere agilen Entwicklungsprozesse sehr effizient", so Thiemann weiter. "Und auch die Softwareentwicklung freut sich über die webbasierende Lösung, die unserem Arbeitsparadigma - agil, online und kollaborativ - entspricht."

Ein paar Kritikpunkte hat der Qype-CTO aber auch vorzubringen: "Ein Offline- Modus und die Unterstützung verbreiteter Clientsoftware würde das Bild noch abrunden, aber daran arbeitet Google laut dem Support aktiv." Grundsätzlich hätten aber die schnelle Provisionierung neuer Email-Konten, die einfache Migration auf die Google-Lösung, die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit einfachem Zugriff auf Dokumente auch außerhalb des Firmennetzes sowie die Sharing-Funktionen Qype überzeugt.

Und last, but not least stimmt aus Sicht von Thiemann auch der Preis: "Für lediglich 40 Euro pro Nutzer im Jahr erhalten wir umfassende, innovative und dank Cloud Computing stets aktuelle Office- Funktionalitäten sowie ausreichend große Mailboxen."