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Qwest will "Gelbe Seiten" zu Geld machen

18.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finanziell angeschlagene US-Carrier Qwest Communications will sein seine Geschäftssparte Yellow Pages angeblich für acht bis zehn Milliarden Dollar verkaufen, um seine leeren Kassen zu füllen und das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Das Branchenverzeichnis soll dabei entweder in Teilen oder komplett an eine Investment-Gesellschaft veräußert werden, heißt es weiter. Branchen-Telefonbücher sind bei Verlagen und Investment-Gesellschaften begehrt, weil sie kontinuierliche Einnahmen und eine stabile Kundenbasis versprechen. Qwest musste in den vergangenen zwölf Monaten einen Aktienkursverlust von 77 Prozent hinnehmen. Ferner steht das in Denver, Colorado, ansässige Unternehmen auch von anderer Seite unter Druck: Die US-Börsenaufsicht untersucht derzeit, ob Qwest seine Umsätze in den

Jahren 2000 und 2001 künstlich aufgebläht hat (Computerwoche online berichtete). (ka)