Und es funktioniert dann doch

"Quizduell" in der ARD

22.05.2014
Internet und analoges Fernsehen passen nicht zusammen? Weit gefehlt. Jörg Pilawa und sein "Quizduell" haben das kleine Kunststück nach dem Pannenstart nun vollbracht.

Am Mittwochabend exakt um 18.08 Uhr war es geschafft. Zum ersten Mal funktionierte in Deutschland die Kombination einer App-Anwendung mit einer TV-Show (Mediathek-Link) - ein bemerkenswerter Moment, denn am 12. Mai hatte die "Quizduell"-App zum Start der gleichnamigen ARD-Vorabendshow wegen einiger technischer Pannen noch nicht funktioniert. Seitdem hat die ARD einigen Spott ertragen müssen, auch die Freunde der täglichen Soap "Verbotene Liebe" waren ungehalten, weil die Serie drei Wochen Platz machen muss für das "Quizduell".

Foto: ARD

Das Fragespiel, das aufgrund angeblicher Hacker-Angriffe und Überlastung neun Tage zuvor nicht mit dem "Team Deutschland" an der App zustande kam und daher ersatzweise mit dem Studiopublikum gespielt werden musste, klappte am Mittwoch auf Anhieb. "Welches deutsche Forschungsinstitut betreibt die Polarstationen?", war die erste Frage, die sowohl das Viererteam im Studio als auch die App-User richtig mit dem "Alfred-Wegener-Institut" beantworteten. Zum Schluss gewannen die vier im Studio klar mit 15:11 und strichen 22.000 Euro ein.

Moderator Jörg Pilawa (48) ging wie gewohnt gut gelaunt in die Show: Er habe vorher mit Katja App-stein gesprochen und sich von der Sicherheit des Systems überzeugt, kalauerte Pilawa, der ein T-Shirt mit der Aufschrift "Wir sind App" trug. Die Krönung: Als um 18.08 Uhr die erste Frage per App beantwortet war, zog ein Spielmannszug durchs Studio. Die ARD-Sendung läuft noch bis zum 30. Mai an jedem Werktag.

Das "Quizduell" hat nun einer weiteren Show eine eindeutige Ansage auf den Weg gegeben: An diesem Donnerstag startet auf ProSieben die Musik-Castingshow "Keep Your Light Shining" - dabei dürfen die Zuschauer per App über das Wohl und Wehe der Kandidaten abstimmen. (dpa/tc)