Von Insight Venture Partners

Quest lässt sich für $2 Mrd. von der Börse kaufen

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Der noch börsennotierte Softwareanbieter Quest hat einer Übernahme durch die Buyout-Firma Insight Venture Partners zugestimmt.

Insight bietet 23 Dollar pro Quest-Aktie oder insgesamt rund zwei Milliarden Dollar, ein Premium von knapp 20 Prozent auf den Schlusskurs vom vergangenen Donnerstag (vor Bekanntwerden der Übernahmepläne) und ein Preis, für den das Quest-Papier zuletzt im Juli gehandelt worden war. Quest Software mit Sitz in Aliso Viejo, Kalifornien, war traditionell spezialisiert auf Software zur Verwaltung von Datenbanken. In diesem Kerngeschäft bekam die Firma allerdings zuletzt immer mehr Konkurrenz von den Datenbankherstellern wie Oracle selbst.

Seither versuchte Quest einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, sein Angebot durch die Übernahme kleinerer Mitbewerber zu diversifizieren. "Das ist der perfekte Zeitpunkt für eine Übernahme von Quest durch eine Private-Equity-Firma - die ganze 'Drecksarbeit' ist bereits erledigt", kommentiert der Wunderlich-Securities-Analyst Brian Freed. "Was nun vor einem liegt, wenn man das richtig umsetzt, ist das Ernten der Vorteile."

Aktuell läuft nun zwei Monate lang erst einmal eine "Go-shop"-Frist, innerhalb derer Quest noch lukrativere Kaufangebote annehmen könnte (dann allerdings Insight eine Vertragsstrafe von 4,2 Millionen Dollar zahlen müsste).

Quest-Chef Vinny Smith hat seinen 34-prozentigen Anteil bereits der zu reprivatisierenden Firma zugesagt. Das überrascht nicht weiter, alldieweil Smith Limited Partner bei einigen Insight-Fonds ist. Aber auch der Aufsichtsrat von Quest hat dem Angebot einstimmig zugestimmt, das Ergebnis einer strategischen Prüfung mit externen Beratern war.

Die Gewinne von Quest waren in den vergangenen Quartalen trotz steigender Umsätze rückläufig, was unter anderem den durch zugekaufte Technologie gestiegenen Kosten geschuldet war. Management und Standort von Quest sollen nach erfolgreichem Abschluss der Transaktion erhalten bleiben.