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Quam: 90 Prozent der Mitarbeiter müssen gehen

08.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Entscheidung des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica, das Quam-Geschäft auf Eis zu legen, hat für die Belegschaft des Group3G Konsortium drastische Folgen: Mehrere Nachrichtenagenturen meldeten unter Berufung auf Firmenkreise, dass 800 von 900 Arbeitsplätzen gestrichen werden. Die Filialen Berlin, Köln, Bochum, Essen und Nürnberg wurden bereits gestern geschlossen, erklärt Quam-Pressesprecher Ove Struck. Heute stellt die Hamburger Niederlassung ihre Arbeit ein. Die Zahl der Entlassungen wollte der Quam-Mitarbeiter jedoch nicht bestätigen. Es gebe aber "drastische Einschnitte".

Seine UMTS-Lizenz will das Unternehmen indessen nicht zurückgeben. Das Konsortium aus Telefónica und dem finnischen Telekommunikationsunternehmen Sonera hatte die Lizenz im August 2000 für mehr als acht Milliarden Euro ersteigert. Sonera zog sich vergangene Woche aus dem Geschäft zurück (Computerwoche online berichtete). (km)