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Qualcomm steigert Gewinn und Umsatz

24.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dank der starken Nachfrage nach Handy-Chips erzielte Qualcomm im Ende März abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal deutliche Zuwächse bei Gewinn und Umsatz: Der Nettoprofit des kalifornischen Mobilfunkchipdesigners kletterte gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode von 43,9 Millionen auf 103 Millionen Dollar oder 13 (fünf) Cent pro Aktie. Das aktuelle Ergebnis wurde durch eine investitionsbedingte Abschreibung von 160 Millionen Dollar im Zusammenhang mit dem brasilianischen Mobilfunkbetreiber Vesper gesenkt. Abzüglich Goodwill-Abschreibungen und den Verlusten der Investmentsparte Qualcomm Strategic Initiative (QSI), hätte das Unternehmen einen (Pro-forma-)Gewinn von 38 Cent erzielt, von First Call Thomson befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Pro-forma-Plus von 36 Cent je Anteilschein gerechnet. Qualcomm selbst hatte im Vorfeld einen Profit von 34 bis 35 Cent pro Aktie in

Aussicht gestellt.

Die Einnahmen steigerte das in San Diego ansässige Unternehmen von 696,1 Millionen auf 1,04 Milliarden Dollar und entsprach somit den Erwartungen der Wall Street. Qualcomm hatte im März seine Absatzprognose für MSM-Chips (Mobile Station Modem) für den aktuellen Berichtszeitraum dank der starken Nachfrage aus China und Indien um eine Million auf 28 Millionen Stück erhöht.

Im laufenden dritten Geschäftsquartal rechnet die Company, dass die Verkaufszahlen auf 23 Millionen Stück fallen. Die Einnahmen sollen jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent ansteigen, ohne die Investmentsparte geht Qualcomm-Chef William Keitel sogar von einem Wachstum um 27 Prozent aus. Der Gewinn pro Aktie soll 23 Cent betragen, ohne QSI stellte Keitel sogar ein Plus von 30 bis 31 Cent je Anteil in Aussicht. (mb)