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Qualcomm profitiert von CDMA-Patenten

25.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Mobilfunkspezialist Qualcomm erzielte im ersten Geschäftsquartal 2002 (Ende: 31. Dezember 2001) einen Reingewinn von 139,2 Millionen Dollar oder 17 Cent je Anteil. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Nettoverlust in Höhe von 419,2 Millionen Dollar oder 56 Cent pro Aktie verbucht. Damals hatten 586 Millionen Dollar hohe Abschreibungen und Aufwendungen für die Beteiligung an dem Satelliten-Telefonie-Anbieter Globalstar Telecommunications das Ergebnis belastet. Im aktuellen Berichtszeitraum belaufen sich die Sonderposten auf rund 69 Millionen Dollar. Ohne diese hätte das Unternehmen aus San Diego, Kalifornien, mit einem Plus von 23 Cent pro Anteilschein abgeschlossen. Das Pro-forma-Ergebnis entspricht dabei dem des Vorjahresquartals und deckt sich laut First Call/Thomson mit der durchschnittlichen Prognose von Analysten.

Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich von 655 Millionen auf 693 Millionen Dollar. Qualcomm führt den Zuwachs auf gestiegene Softwaregebühren und höhere Lizenzeinnahmen zurück. So nahm der Umsatz aus den Rechten an dem Handy-Standard CDMA (Code Division Multiple Access) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent zu und betrug 210,8 Millionen Dollar. Außerdem gelang es dem Chiphersteller, in den Monaten Oktober, November und Dezember 15 Millionen CDMA-Chips abzusetzen, ein Quartal zuvor waren es 13 Millionen Stück.

Im laufenden zweiten Quartal rechnet Qualcomm mit einem Pro-forma-Gewinn zwischen 19 und 21 Cent pro Aktie. Die Einnahmen sollen gegenüber dem vorherigen Quartal um drei bis sechs Prozent sinken. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von fünf bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis (2,68 Milliarden Dollar), der Pro-forma-Profit soll zwischen 90 und 97 Cent je Anteil betragen.