Starkes Quartal

Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Der Mobilchip-Hersteller Qualcomm hat sein Geschäftsjahr mit einem starken vierten Quartal abgeschlossen.
Die Qualcomm-Zentrale in San Diego, Kalifornien
Die Qualcomm-Zentrale in San Diego, Kalifornien

Der in San Diego, Kalifornien, ansässige Hersteller meldete einen deutlich gestiegenen Gewinne und optimistischen Ausblick. Qualcomm profitiert mit seinen Chips von der anhaltend starken Nachfrage nach Smartphones und anderen mobilen Endgeräten. Die Wireless-Chips von Qualcomm stecken zum Beispiel im neuen iPhone 5 von Apple. Qualcomm konnte allerdings nicht immer die Nachfrage erfüllen und hatte gewarnt, dass Lieferengpässe im September sein Umsatzwachstum ausbremsen würden.

Für das am 30. September abgeschlossene Q4 weist Qualcomm einen Nettogewinn von 1,27 Milliarden Dollar oder 73 Cent pro Aktie aus, im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte der Profit 1,06 Milliarden Dollar oder 62 Cent je Anteilschein betragen. Das Pro-forma-EPS stieg im Jahresvergleich von 80 auf 89 Cent, der Umsatz verbesserte sich um 18 Prozent auf 4,87 Milliarden Dollar. Im Juli hatte Qualcomm Einnahmen von 4,45 bis 4,85 Milliarden Dollar und ein Pro-forma-Ergebnis von 78 bis 84 Cent pro Aktie in Aussicht gestellt; beide Prognosen wurden also getoppt.

Die Einnahmen aus Lizenzgebühren im vierten Quartal wuchsen um 15 Prozent auf 1,66 Milliarden Dollar, die Erlöse aus Equipment und Services kletterten um 20 Prozent auf 3,21 Milliarden Dollar.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Qualcomm nun 23 Milliarden bis 24 Milliarden Dollar Umsatz und ein EPS zwischen 4,12 und 4,32 Dollar. Der Konsensus der von Thomson Reuters befragten Analysten liegt mit 21,69 Milliarden Dollar und 4,13 Dollar EPS ebenso darunter wie der für das laufende erste Quartal - hier tippten die Analysten auf 5,3 Milliarden Dollar Umsatz und ein Ergebnis von einem Dollar pro Aktie, Qualcomm avisierte Einnahmen zwischen 5,6 Milliarden und 6,1 Milliarden Dollar sowie 1,08 bis 1,16 Dollar Gewinn je Anteilschein.