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Qualcomm ersetzt Sun Solaris durch IBM Linux

20.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Qualcomm wickelt die Verteilung von Applikationen für Mobiltelefone künftig über Linux-Server von IBM ab. Der Hersteller hat bei Big Blue 200 Rechner bestellt, die mit Xeon-Prozessoren von Intel und dem Open-Source-Betriebssystem ausgestattet sind. Sie lösen Systeme von Sun Microsystems ab, die auf Sparc-CPUs und dem Betriebssystem Solaris basieren. Laut Qualcomm handelt es sich beim eingesetzten Linux um eine Variante von Red Hat. Zur Softwareausstattung zählen außerdem IBMs "Websphere"-Produkte.

Analysten zufolge ist der Umstieg von Bedeutung, da Telekommunikationsanbieter als Hochburg für Solaris und andere Unix-Varianten gelten. Qualcomm produziert eine Reihe von Chips für Mobiltelefone und betreibt Download-Dienste für Klingeltöne, Spiele und andere Software. Außerdem hat der Hersteller das Handy-Betriebssystem "Brew" (Binary Runtime Environment for Wireless) entwickelt. (lex)