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Qualcomm erhöht Profit und Prognose

22.07.2004

Der kalifornische Chipdesigner Qualcomm konnte Umsatz und Gewinn in seinem dritten Geschäftsquartal 2003/04 (Ende: 30. Juni) deutlich steigern. Das Unternehmen aus San Diego, Kalifornien, verbesserte seinen Nettoprofit gegenüber dem Vorjahrszeitraum von 191,7 Millionen auf 486 Millionen Dollar oder 58 Cent je Aktie. Das Ergebnis der Investment-Sparte QSI (Qualcomm Strategic Initiatives) ausgeklammert, erzielte Qualcomm einen Profit von 483 Millionen Dollar oder 57 Cent pro Anteil, erwartet worden war lediglich ein Plus von 51 bis 53 Cent je Aktie.

Wie die Company bekannt gab, kletterten die Einnahmen um 50 Prozent auf 1,34 Milliarden Dollar. Zuvor hatten die Kalifornier ein Umsatzplus von bestenfalls 44 Prozent in Aussicht gestellt. Die Analysten an der Wall Street hatten im Schnitt mit einem Pro-forma-Gewinn von 53 Cent pro Aktie bei 1,29 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.

Das Unternehmen habe im abgelaufenen Quartal von der unerwartet starken Nutzung von Mobilfunknetzen der dritten Generation profitiert, erklärte Qualcomm-President Tony Thornley. Gleichzeitig kauften die Kunden zunehmend teurere Handys. Thornley zufolge stiegen Qualcomms Lizenzerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 80 Prozent auf 436 Millionen Dollar, rund ein Viertel davon habe die Company mit Tantiemen für seine WCDMA-Technologie (WCDMA = Wideband Code Division Multiple Access) erzielt. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 35 Millionen MSM-Mobilfunkchips (Mobile Station Modem) ausgeliefert, nachdem die Zulieferer zuvor ihre Produktionskapazitäten ausgeweitet hatten.

Im laufenden vierten Geschäftsquartal rechnet Qualcomm mit dem Verkauf von 36 bis 38 Millionen MSM-Chips. Gleichzeitig sollen die Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 57 bis 65 Prozent ansteigen. Als Nettogewinn je Aktie stellt der Chipdesigner zwischen 53 und 56 Cent in Aussicht. Um QSI bereinigt, wird ein Plus von 54 bis 57 Cent pro Anteil erwartet. (mb)