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Q1/2001: Ericsson hopp, Nokia topp

20.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die beiden skandinavischen Mobilfunkriesen Nokia und Ericsson haben heute morgen zeitgleich ihre Ergebnisse für das erste Quartal 2001 veröffentlicht.

Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia wies in seiner Bilanz einen Nettogewinn von 1,05 Milliarden Euro oder 22 Cent pro Aktie aus, eine Steigerung um elf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (910 Millionen Euro oder 19 Cent je Anteilschein). Die Einnahmen steigerte der Konzern von 6,54 Milliarden Euro um 22 Prozent auf acht Milliarden Euro. Dabei legte der Infrastrukturbereich mit 35 Prozent deutlich stärker zu als die Endgerätesparte (plus 20 Prozent). Nokia-Chef Jorma Ollila zeigte sich mit dem Resultat "mehr als zufrieden". Das Unternehmen geht unverändert davon aus, dass im Jahr 2001 weltweit zwischen 450 und 500 Millionen Handys verkauft werden. Für das zweite Quartal und den Rest der Jahres erwartet Nokia ein Umsatzwachstum um 20 Prozent. Der Gewinn pro Aktie im laufenden Quartal soll um 20 Cent pro Aktie liegen. Aufgrund der anstehenden Investitionen in den Aufbau von UMTS-Netzen hoffet das Unternehmen auch für das Jahr 2001 auf ein Wachstum

zwischen 25 und 35 Prozent.

Weniger gut erging es den schwedischen Kollegen bei Ericsson, das Mitte März eine Gewinnwarnung ausgesprochen hatte. Der Umsatz des Herstellers sank von umgerechnet 6,5 Milliarden Euro im ersten Quartal 2000 um fünf Prozent auf 6,16 Milliarden Euro. Dabei konnte Ericsson im Systemgeschäft um 13 Prozent auf 4,86 Milliarden Euro zulegen. Bei den Handys gab es allerdings einen massiven Geschäftseinbruch um 52 Prozent auf 790 Millionen Euro. Ganz finster sieht es beim Nettogewinn aus, der von 470 Millionen Euro im Vorjahr um 90 Prozent auf 46,7 Millionen Euro schrumpfte. Ericsson-Chef Kurt Hellström beklagte den allgemeinen Konjunkturabschwung, der sowohl Kunden als auch das Unternehmen selbst treffe. Durch die Streichung von 10.000 Arbeitsplätzen will Ericsson nun jährlich bis zu 2,2 Milliarden Euro Kosten sparen.