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Psinet kurz vor der Pleite?

04.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem hoch verschuldeten Internet-Service-Provider Psinet geht das Bargeld aus. Wie das Unternehmen am gestrigen Dienstag erklärte, werde es möglicherweise Gläubigerschutz nach dem US-Paragraphen Chapter 11 beantragen und im vierten Fiskalquartal 2000 Restrukturierungsbelastungen ausweisen. Für die Vorlage des endgültigen Geschäftsberichts für das abgelaufene Fiskaljahr hat Psinet einen Aufschub von zwei Wochen erwirkt. Der Web-Hosting-Dienstleister warnte erneut davor, dass seine Stammaktien wertlos und eine Aussetzung vom Handel an der Nasdaq möglich sein könnte.

Psinet bemüht sich derzeit mit Unterstützung von externen Beratern um einen Weg aus der Krise. Die Investment-Gesellschaft Goldman Sachs analysiert strategische Optionen wie einen kompletten Verkauf des Unternehmens. Dresdner Kleinwort Wasserstein untersucht Möglichkeiten zur Abfindung der Gläubiger. Psinet hatte erst Mitte März seine E-Commerce-Einheit für rund 300 Millionen Dollar an eine private Investorengruppe verkauft (Computerwoche online berichtete).